Hallo Herbst!

Es ist eine stürmische Nacht. Der Wind saust über die Dächer und durch die Blätter hindurch. Vor Kurzem kündigten die Kastanien den erfrischenden Herbst an. Die Blätter des Kastanienbaums werden zuerst braun und fallen zu Boden. Dann sind mir noch die hellgrünen, stacheligen Kastanien zu sehen, während die anderen Laubbäume gerade erst anfangen sich bunt zu färben. Rote, gelbe, orangene und braune Blätter werden vom Wind durch die Lüfte gespürt und ich würde am liebsten mitten hindurch fliegen, auf den Windböen, bis hoch zum Himmel. Ich liebe es, wenn der Wind mich hin- und herschubst, denn wenn ich den Wind spüre, fühle ich mich dem Himmel am nächsten. Das ist ein Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit. Ich liebe den Herbst, er ist einfach wunderschön!

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Fotoalbum: Pralle Herbstfarben

Der Herbst 2016 ist umwerfend! Mit den ersten vertrockneten Blättern, fiel auch meine Zuversicht auf die schönste Jahreszeit. Der Spätsommer war ziemlich trocken und die Flore schien so, als würde sie am Dreck der Menschen ersticken. Plötzlich ereignete sich mal wieder ein brutaler Temperatursturz, Wolken zogen auf und der Herbst war schneller da, als ich gucken konnte 😍

Gestern Vormittag entdeckte ich das knallrote Ahornhorn Blatt, wie es im Bastartd-Korallenbeerenbusch lag und so schien, als würde es sich sonnen. So sieht es aus, wen Mutter Natur ein Gedicht schreibt.

Fotoalbum: Kühler Sonnenschein

Sonne, Mond und Mutter Erde haben den Brandenburgern heute wundervolles Sonntagswetter beschert. Tagsüber waren es 10-15° C und es fühlte sich an wie Frühling. Am Nachmittag musste ich für zwei Stunden arbeiten und auf dem Weg zurück nach Hause, zog mich dieser Ahorn in den Bann seiner Anmut. Er fiel mir schon von Weitem auf und meine Augen funkelten mit jeden Schritt, dem ich ihm näher kam etwas mehr. Endlich stand ich davor: direkt am Ufer des Stadtkanals schlägt er Wurzeln und ist schon über das dreistöckige Haus auf der anderen Straßenseite gewachsen. Sein Stamm wird umarmt von strahlendgrünen Efeuranken und die Jahreszeit hat seine Blätterpracht gefärbt. Die sonnengeküsste Baumkrone hat mir das Gefühl gegeben ich stünde in El Dorado vor einem legendären Schatz der Inka. 

Trübes Wetter

In Brandenburg liegt eine graue Decke über der Havel. Draußen ist es unangenehm feucht-kalt, gar schon etwas frostig. Die dichte Wolkendecke, lässt kein einzigen Sonnenstrahl durch und plötzlich wirkt alles unbequem, als auch ausladend aus und man möchte sich einfach nur unter seiner Decke verkriechen. Das ist wundervolles Herbstwetter! Die Natur kann sich von dem ollen Sommer erholen und wenn der Winter wieder weg ist, erwacht alles in bunter Frische.


Auch bei solchem Wetter ist Polly gerne draußen. Sie ist mit ihrem Fell ja auch gut auf die Witterungsbedingungen eingestellt, also stiefelt sie munter los, um die Gegend abzuscouten. Ihre Lebenslust ist beeindruckend und sorgt auch für mehr Freude in meinem Leben. Überall steckt sie den Kopf rein und kraucht durch, wo sie lang kommt: durch Büsche und Gestrüpp, Zäune und Geländer mit zu breiten Lücken, als auch unter und im Mobiliar. Ihre Neugier ist groß und das ist fantastisch, bloß dass es manchmal anstrengend ist. Meine Chance mich in Geduld zu üben. Auch ihre Standartschlafplätze sind ausgefallen: sobald ich die Tür meines großen Kleiderschrankes öffne, krabbelt sie ein und macht es sich auf den Taschen bequem; wenn das Sofa ausgezogen ist, findet man sie meist in ihrer Höhle darunter, wohin sie schon so manchen Ding verschleppt hat. Aber ihr absoluter Favorit ist wohl das Fenster.


Wenn einer ihrer Freunde unten lang läuft, ruft sie nach Ihnen. Kommen irgendwelche besoffenen Idioten die Straße runter, meckert sie umher. Sie beobachtet schon mal zwei Stunden am Stück was da draußen los ist und gibt ab und zu ihren Senf dazu. Mh, ich liebe mein Pollypoop so sehr.

Herbst ohne Farbenpracht

Dieser Herbst ist nicht wie sonst. Das Klima hat dafür gesorgt, dass die Blätter vertrocknen, bevor sie sich verfärben konnten. Ich find es schade, dass es kein bunten Herbst gibt. Nur wenige Blätter sind farbig.


Polly und ich sind heut Morgen im Hunboldthain spazieren gegangen und als wir gerade im braunen Blättermeer Ball gespielt haben, kam eine ältere, aber noch rüstige Dame mit einem großen schwarzen Hund vorbei. Er guckte beneidend Polly beim Ballspielen zu, dann wurde er von Polly entdeckt. Ich stecke den Ball weg und Polly rannte zu Mobi. Sein Frauchen und ich, wir haben ein schönes Gespräch geführt und dabei entdeckt, dass wir die Welt vom selben Standpunkt aus betrachten. Wir haben uns gleich verstanden und hoffen beide uns mal wieder zufällig übern Weg zu laufen. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass wir morgens zur selben Zeit rausgehen. Im Nachhinein ist mir noch bewusst geworden, dass diese Dame, dessen Name ich nicht weiß, glatt ein Abbild meiner Zukunft sein könnte. Vom Körperbau waren wir uns sehr ähnlich, ihr Haar ist so fein, wie meines und sie trug auch Leggings mit Stiefel. Sie ist wirklich sympathisch.