Stolzes Immunsystem

Es ist Herbst. Tagsüber ist es noch recht warm durch die Sonne, doch abends kühlt es schnell ab und der Wind wird kühler. Morgens will man sich nicht zu warm anziehen, um nachmittags nicht schwitzen zu müssen. Dieser Herbst war sehr durchwachsen: viel Regen, Sturmfront Xavier und warme Nachmittage. Letztes Jahr hatten wir einen goldenen Herbst, der wärmer und konstanter war als dieses Jahr.

Krank zu werden ist dieses Jahr nicht schwer. Auch mich hat es bereits zweimal getroffen. Vor drei-vier Wochen hatte ich eine Magen-Darmgrippe. In der ersten Nacht musste ich stündlich ins Bad stürmen, weil jeder Schluck Wasser wieder oben raus kam. Am folgenden Tag vegetierte ich auf der Couch und die Nacht darauf … naja, kam alles von der anderen Seite raus. Ja, so eine Gastroenteritis ist schon ekelhaft. Die Krankenzeit erstreckte sich übers Wochenende und am dritten Tag ging es mir wieder fabelhaft, ganz ohne Medikamente und Arztbesuch.

Vorgestern bemerkte ich, dass meine Nase auffällig viel Rotz produzierte und ich könnte mir schon denken, dass sich was anbahnt. Gestern war ich völlig lahm gelegt. Mir war den ganzen Tag über kalt und ich konnte mich kaum aufwärmen. Zudem hatte ich leichte Halsschmerzen, meine Schnodder war ätzend wie Säure, mein Kopf dröhnte bei jeder zu schnellen Bewegung, die Augen tränten mir unentwegt und ich wollte einfach nur im Bett bleiben. Zudem machte mein oberer Weisheitszahn einen Schub, wodurch mein Gehörgang, sowie mein Gaumen angeschwollen war und das Zahnfleisch juckte ungemein. Übermacht war mein Fieber scheinbar so hoch, dass ich im Wahn war, denn ich war überzeugt davon, dass ich mich anders hingelegt habe, dabei war ich viel zu schwach, um mich überhaupt bewegen zu können. Als ich dann zu mir kam, bemerkte ich dies. Heute früh gegen 5 Uhr würde ich wach, musste auf die Toilette und fühlte mich wieder quietschfidel. Dabei habe ich lediglich Brennnesseltee getrunken und mich geschont. Auch diese Erkrankung habe ich ganz ohne Medikamente überstanden. Alles was nun noch da ist, ist etwas Schnupfen.

Ich bin stolz auf mein starkes Immunsystem. Zudem habe ich eine positive Einstellung bewahrt und bin nicht unnötig in eine Weltuntergangsstimmung verfallen. Wenn man wieder gesund werden will, hilft das beim Genesungsvorgang, das ist mir stark aufgefallen. Sich tagelang selbst zu bemitleiden hilft dabei nicht viel. Natürlich war ich auch etwas wehleidig, aber ich habe mich da nicht reingesteigert. Es missfällt mir unnötig Medikamente zu nehmen, weil der Körper sich an äußere Einwirkungen gewöhnt und somit weniger Antikörper produziert. Es freut mich, dass ich diese Krankheiten bewältigen konnte und mir mehr auf einen guten Schlaf sowie stärkende Brühe helfen konnte, als mit Tabletten, die heutzutage mitunter mehr Nebenwirkung als Wirkung haben. Meine buddhistische Orientierung hat auch einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich diese Saft- und Kraftlosigkeit souverän überstanden habe.

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Hallo Herbst!

Es ist eine stürmische Nacht. Der Wind saust über die Dächer und durch die Blätter hindurch. Vor Kurzem kündigten die Kastanien den erfrischenden Herbst an. Die Blätter des Kastanienbaums werden zuerst braun und fallen zu Boden. Dann sind mir noch die hellgrünen, stacheligen Kastanien zu sehen, während die anderen Laubbäume gerade erst anfangen sich bunt zu färben. Rote, gelbe, orangene und braune Blätter werden vom Wind durch die Lüfte gespürt und ich würde am liebsten mitten hindurch fliegen, auf den Windböen, bis hoch zum Himmel. Ich liebe es, wenn der Wind mich hin- und herschubst, denn wenn ich den Wind spüre, fühle ich mich dem Himmel am nächsten. Das ist ein Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit. Ich liebe den Herbst, er ist einfach wunderschön!

Fotoalbum: Pralle Herbstfarben

Der Herbst 2016 ist umwerfend! Mit den ersten vertrockneten Blättern, fiel auch meine Zuversicht auf die schönste Jahreszeit. Der Spätsommer war ziemlich trocken und die Flore schien so, als würde sie am Dreck der Menschen ersticken. Plötzlich ereignete sich mal wieder ein brutaler Temperatursturz, Wolken zogen auf und der Herbst war schneller da, als ich gucken konnte 😍

Gestern Vormittag entdeckte ich das knallrote Ahornhorn Blatt, wie es im Bastartd-Korallenbeerenbusch lag und so schien, als würde es sich sonnen. So sieht es aus, wen Mutter Natur ein Gedicht schreibt.

Fotoalbum: Kühler Sonnenschein

Sonne, Mond und Mutter Erde haben den Brandenburgern heute wundervolles Sonntagswetter beschert. Tagsüber waren es 10-15° C und es fühlte sich an wie Frühling. Am Nachmittag musste ich für zwei Stunden arbeiten und auf dem Weg zurück nach Hause, zog mich dieser Ahorn in den Bann seiner Anmut. Er fiel mir schon von Weitem auf und meine Augen funkelten mit jeden Schritt, dem ich ihm näher kam etwas mehr. Endlich stand ich davor: direkt am Ufer des Stadtkanals schlägt er Wurzeln und ist schon über das dreistöckige Haus auf der anderen Straßenseite gewachsen. Sein Stamm wird umarmt von strahlendgrünen Efeuranken und die Jahreszeit hat seine Blätterpracht gefärbt. Die sonnengeküsste Baumkrone hat mir das Gefühl gegeben ich stünde in El Dorado vor einem legendären Schatz der Inka. 

Trübes Wetter

In Brandenburg liegt eine graue Decke über der Havel. Draußen ist es unangenehm feucht-kalt, gar schon etwas frostig. Die dichte Wolkendecke, lässt kein einzigen Sonnenstrahl durch und plötzlich wirkt alles unbequem, als auch ausladend aus und man möchte sich einfach nur unter seiner Decke verkriechen. Das ist wundervolles Herbstwetter! Die Natur kann sich von dem ollen Sommer erholen und wenn der Winter wieder weg ist, erwacht alles in bunter Frische.


Auch bei solchem Wetter ist Polly gerne draußen. Sie ist mit ihrem Fell ja auch gut auf die Witterungsbedingungen eingestellt, also stiefelt sie munter los, um die Gegend abzuscouten. Ihre Lebenslust ist beeindruckend und sorgt auch für mehr Freude in meinem Leben. Überall steckt sie den Kopf rein und kraucht durch, wo sie lang kommt: durch Büsche und Gestrüpp, Zäune und Geländer mit zu breiten Lücken, als auch unter und im Mobiliar. Ihre Neugier ist groß und das ist fantastisch, bloß dass es manchmal anstrengend ist. Meine Chance mich in Geduld zu üben. Auch ihre Standartschlafplätze sind ausgefallen: sobald ich die Tür meines großen Kleiderschrankes öffne, krabbelt sie ein und macht es sich auf den Taschen bequem; wenn das Sofa ausgezogen ist, findet man sie meist in ihrer Höhle darunter, wohin sie schon so manchen Ding verschleppt hat. Aber ihr absoluter Favorit ist wohl das Fenster.


Wenn einer ihrer Freunde unten lang läuft, ruft sie nach Ihnen. Kommen irgendwelche besoffenen Idioten die Straße runter, meckert sie umher. Sie beobachtet schon mal zwei Stunden am Stück was da draußen los ist und gibt ab und zu ihren Senf dazu. Mh, ich liebe mein Pollypoop so sehr.