Der 18. Januar: ein geschichtslastiger Tag für Deutschland

Meines Erachtens nach, sollte der heutige Tag, der 18 Januar, ein Feiertag in Deutschland sein. Ich verstehe gar nicht, warum dieses Datum so missachtet wird. Wir feiern schließlich auch den Tag der Deutschen Einheit, unsere Wiedervereinigung, der Schall vom Knall des Mauerfall … Warum nicht auch die Einigung? 

Es war einmal, vor 146 Jahr‘ im Spiegelsaal: der deutsch-französische Krieg endete mit der Schlacht von Sedan. Die deutschen waren klar im Vorteil, denn unsere Soldaten wurden bereits mit dem Hinterlader ausgerüstet, während Franzosen noch von vorn das Gewehrrohr stopfen mussten.  Napoleon III. kapitulierte und überließ sein Schwert Bismarck. Am 18. Januar 1871 versammelte sich das deutsche Adelsblut und Wilhelm I. wurde feierlich zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Das war der Beginn des Deutschen Reiches, leider auch das territoriale Ende Preußens. Was noch betont werden sollte, ist die Beziehung der geliebten Feinde, der deutsch-französischen Zankerei, der Rivalität schlechthin. Für Deutschland ein glorreicher Triumph, für Frankreich hingegen, die absolute Demütigung. Die deutsche Kaiserkrönung wurde im prunkvollen Spiegelsaal des Schloss Versailles – der Inbegriff von Prestige – vollzogen. Was für eine Verächtlichmachung (<- in der Wortkkist gekramt, hihi 😁).

Frankreich ertrug die Schmach und sehnte sich nach Rache. Einige Jahre zogen ins Land, ein neues Jahrhundert brach an und der Erste Weltkrieg brach aus. Die Dinge nahmen ihren Lauf und Frankreich konnte endlich abrechnen. Die Deutschen beendeten den Krieg als Verlierer, die Franzosen als Gewinner. Die Vergeltung sollte Deutschland genugtuend erniedrigen. Ein enormer Stolz durchströmte Frankreich, als am 18. Januar 1919 die Pariser Friedenskonferenz im berüchtigten Spiegelsaal eröffnet wurde. Deutschland musste büßen, wurde geschlachtet und ausgeweidet, seelisch in Trümmer gelegt. 

Trotz alle dem, und noch weitaus mehr: wir sind noch da. Zerrüttet, geführt, vernichtet, besetzt, geteilt und geheilt. Man ließ Deutschland, unter scharfen Blick, Deutschland sein und wurden weder Franzosen, noch Russen, Amerikaner oder Briten. Deutschland feiert seinen 146.sten Geburtstag. Geboren als Kaiserreich, während der rebellischen Pubertät auf die harte Probe gestellt, ein holpriger Weg zur richtigen Identität und letztlich hier in der Gegenwart. Weitere Kommentare spare ich mir jetzt, denn mich überfällt plötzlich ein Schwall Meckerlust. Fakt ist: dieses Datum sollte, wie auch der Tag der Deutschen Einheit, ein nationaler Feiertag sein. Vorher bestand dieses Gebiet aus Preußen, Bayern und Kleinstaaterei. Erst mit der Einigung wurden wir deutsch, eine Einheit. Wer genau ist eigentlich für die Festlegung von Feiertagen zuständig? Ich werd es mal rausfinden, um sie via Mail zur Rede zu stellen.

Advertisements

Fotoalbum: Tauwetter am verrufenen Freitag

Heute früh (bzw. gestern früh), am 13.ten, den schwarzen Freitag, wie er auch im Volksmund genannt wird. Erinnern wir uns einmal achtundachtzig Jahre zurück: Amerika 1929 -> Börsenkrach -> Auftakt der zweiten Weltwirtschaftskrise. Erst knappe siebzig zuvor zerbrach der Kapitalismus – wie vom heldenhaften Karl Marx prophezeit – und löste die erste internationale Wirtschaftskrise. Wohlbemerkt: beide Male war Amerika der Auslöser. Die amerikanische Übermut ging als schwarzer Freitag in die Geschichte ein, zumindest hierzulande. Das eigentliche Desater ereignete sich vor Ort einen Tag zuvor und nennt sich Black Thursday. Damals war die Kommunikationsleitung eben etwas länger, im Gegensatz zur Gegenwart: ein Klick auf den Teilen- bzw. Senden-Button und die Info ist allerorts verfügbar.

Der allgemeine, durch angstverbreitenden Christen verbreitete Aberglaube, lässt Freitag den 13.ten als furchterregenden Tag da stehen. Die Deutschen betitelten diese Primzahl als Dutzend des Teufels, zugleich symbolisiert sie verstärktes Unglück. Der Freitag wird vom (leider!) missionierten Volk mit der Kreuzigung ihres hinterfotzigen Ketzergottes Jesus‘ verbunden (dabei gibt es dafür extra den Karfreitag!). Die Geistlichen versetzten die Gläubigen in Angst und Schrecken, um die Anhängerschaft schön abzocken und unter Kontrolle zu behalten. Wie ich diese dreckigen Heuchler hasse, ja ich pflege wahrhaftige Häresie! Erstmal egal, … Fakt ist, dass die Christen diesen Tag in einen finsteren Schatten gehüllt habe. Unnötige Negativitäten! Buddha hätte nie so ein Scheiß von sich gegeben. 
Zum Glück glauben nicht alle an den schwarzmalenden Scharlatan. In Japan und im Judentum ist die Dreizehn eine Glückszahl. Der eine Kontinent lächelt, während der andere weitflächig mit Paraskavedekatriaphobie verseucht wird. Was das ist? Das will man gar nicht wissen: diese unfuckingfassbare Phobie mit Wortkotzessalat ist tatsächlich eine psychische Störung! Scheinbar gibt es echt so viele verlassene Schädelhöhlen, die sich in einen dermaßenden Angstzustand, dass sie zu feige sind das Haus zu verlassen. Ich könnte mir echt nur an Kopf fassen und ihn schütteln bis zum Getno. Ich meine, warum waren die alle so leichtgläubig? Kreuzilein hat nie jemanden bestraft, trotzdem lebten seine Gläubiger wie Knechte und wurden vollends verarscht.

Als ich über das Getue um diesen Tag nachdachte, musste ich nur machen. Was sagt schon eine Zahl oder ein Wochentag? Als wenn das Unglück sich an einen Zeitplan halten würde?! Der aufgeklärte Glaubensrevolutionär und preußischer König, verließ uns an einem 17., ein Donnertag und das letzte wahre politische Herz, der legendäre Bismarck mit Pickelhaube, blieb am 30., einen Samstag stehen. Schweizer Versicherungsfutzies ermittelten sogar, dass anders bezifferte Freitag mehr Schadensfälle aufweisen, als die mit wo es dreizehn schlägt. Haha, klar doch, weil man automatisch vorsichtiger ist, aber dabei wird es eher durch hektisch gewordene Zeiten verdrängt. 

Mein Freitag war völlig ok: genoss das Tauwetter, auch wenn es deprimierend trüb war. Die Arbeit ging schnell vorbei, ich hab jeden meiner drei Freunde gesehen und meine Polly war auch bei mir. Hätte ich meinen Chef angerufen, um mich abzumelden, dann hätte er sich garantiert mordsmäßig verarscht gefühlt und mich für abergläubische Angst ausgelacht. Ernst würde mich dann auch keiner mehr nehmen. 

GamingFever

Der Sternschnuppenstaub befindet sich in meinem Nervensystem und meine Biohausaufgabe ist auch fertig. Hat lange genug gedauert, aber ich bin fertig. Ich sollte sie Montag nur nicht vergessen mit zur Schule zu nehmen. Nach Bio wollte ich mit Geschichte anfangen. Hab ich auch, aber nicht lange, denn dann habe ich angefangen meine neuen Handygames zu zocken. Acht Games hab ich mir gestern irgendwann runtergeladen und vorhin habe ich mit Boonie angefangen. Ist ganz cool, aber man merkt, dass es für jüngere Spieler ist. Also, darin geht es um knallbunte Plüschwesen, die sich mit einer Feder streicheln, um sich zu bekämpfen XD. Immerhin ist es cool genug, um in meinem persönlichen TopGames Ordner verschoben zu werden. 

Danach war das nächste Spiel dran. Ich konnte mich erst nicht entscheiden und dann habe ich Dungeon Link ausgewählt. Das ist mit Finn von der völlig abgespaceten Zeichentrickserie Adventure Time. Eigentlich ist die Serie sogar ein Teil des Spiels. Naja, ganz ehrlich: es ist zwar eine Kinderzeichentrickfilm und läuft auf vormittags auf Nick oder so, aber die Storytexter und Trickzeichner sind bestimmt dauerdrauf. Ein-zwei bunte Pillen schmeißen und dann wird das ganze Wirrwarr und die Fluffigkeit auf Papier gekritzelt. Haha, ich glaub Zeichentrickfilme machen kann richtig lustig werden. Ich kann ja mit einem Comic über den Absolutismus hinkritzeln, denn am Dienstag schreiben wir die Klausur darüber und ich hab so viel gefehlt, also geschwänzt seitdem wir das Thema durchnehmen. Immerhin habe ich mir alle Aufzeichnungen organisiert und abgeschrieben. Aber, so wie ich mich kenne, werde ich eh wieder alles nachgoogeln. Meine Klausurvorbereitung besteht aus vier ungleichgroßen Teilen. Das erste und kleinste Viertel hab ich schon. Das Zeitalter der Aufklärung, ganz allgemein. Fehlt also nur noch der Absolutismus in Frankreich und Preußen, als auch unser alter Fritz, der Große. 

In drei Stunden muss ich arbeiten. Meine Lust hält sich zurück. Ich sollte mein Ladekabel nicht vergessen. Es war gestern schon stinklangweilig auf Arbeit und heute nervt es mich echt ab, weil ich mein Draufsein lieber mit mir verbringen würde. Zumindest vergeht die Zeit schneller auf Speed.

Schulgeschwätz und Zockergerede

Vor Kurzem habe ich meine Facharbeit in Gesichte zurück bekommen. Mit Glanz und Gloria wurde ich von Frau Wendtland überschüttet. Meine gute Struktur, der fachliche Inhalt und die generelle Ausarbeitung wurde lächelnd gelobt. Ein paar Formfehler waren drin, daher bekam ich nur 14 von 15 Punkte bekommen. Trotz alledem ist es eine 1 und ist die beste Arbeit der Klasse. Mein Herz hat gelacht, wie jedes Mal, wenn mein Vorbild mich lobt. Frau Wendtland ist eine top Lehrerin. Sie hat alles im Griff, ein sehr umfangreiches Wissen. Ich könnte ein Loblied mit zehn langen Strophen über sie verfassen. So lang wie die komplette Version von Don McLean’s American Pie. Eine Lehrerin wie sie eine ist, möchte auch ich werden! Ich mag ihre Methoden, wie sie den Unterricht gestaltet und Wissen vermittelt. Es ist abwechslungsreich und es ist nicht schwer aufmerksam zu bleiben. Sie hat den Nobelpreis für ihren Dienst verdient. Zudem hat sie eine tolle Persönlichkeit, um die ich sie beneide. Ich mag ihre Weltanschauung, die teilweise drastisch ist, aber wir betrachten die Dinge aus demselben Winkel. Außerdem ist sie eine starke Frau, wirkt so stabil und als hat sie alles unter Kontrolle. So wie ihr Leben ist, soll meine Zukunft aussehen. Wenn ich Probleme habe, kann ich mich an sie wenden ohne groß verurteilt zu werden. Sie ist immer ehrlich und keineswegs scheinheilig. Es ist toll ein greifbares Vorbild zu haben. So werde ich immer daran erinnert, wo ich hin will. Es gibt mir Motivation und zeigt mir, dass es möglich ist, dass ich es schaffen kann. Ich habe auch bemerkt, dass auch ich eine Rolle in ihrem Leben spiele, auch wenn es wahrscheinlich nur eine sehr kleine ist. Ich denke, dass sie es etwas erfüllt, dass ich in ihre Fußstapfen treten möchte. Es ist diese Leidenschaft, die wir für Geschichte und das Lehrersein teilen. Es sind solche magischen Momente, in denen wir uns in endlosen Gesprächen über die Geschehnissen der Vergangenheit verlieren könnten. Leider bleibt in den zehnminütigen Pausen zwischen den Stunden nie viel Zeit, aber auch wen es immer nur ein paar Minuten sind ist es toll.
Ich glaube, ich Schwärme nicht zum ersten Mal von ihr, aber sowas muss ab und zu mal raus. Ich höre mich vielleicht etwas verliebt an, aber so klingt Bewunderung nun mal.

Im Moment bin ich noch auf Arbeit und sitze wie auf heiße Kohlen. Ich hab vorhin meine übrig gebliebene Bahn Sternschnuppenstaub gezogen und will zurück in meine Höhle, um zu zocken. Ich hab auch noch ein Teil da. Ein blaues, soll ein blauer Diamant sein. Das wollte ich später schmeißen und denn ist mein Chemovorrat aufgebraucht.
Sören, Stuart und ich sind später zum GTA online zocken verabredet und mein Browsergame Klondike wartet auch schon auf mich. Außerdem muss ich meine Pokémon trainieren, um ein zweites Mal die Top 4 zu besiegen. Ich spiele oft mehrere Spiele gleichzeitig. Bei Klondike muss ich immer 3 Minuten warten, bis einmal Energie aufgefüllt ist und damit beschäftige ich mich in den – manchmal endlosen – Ladezeiten bei GTA. Der 3DS läuft manchmal auch noch. Wenn ich nur durch Gras renne, um zu trainieren, muss ich nicht wirklich bei der Sache sein, schließlich bin ich Profi, was Pokémon angeht. Seit den ersten GameBoy Spielen, also der roten, blauen und gelben Edition drücke ich mir sie Daumen platt.
Mein neues-gebrauchtes iPhone ist schon auf den Weg hier her. Dann kann ich auch wieder meine Handygames zocken. Ich bin schon ganz aufgeregt.

Angepisst

  
Bislang war mein tag eher reudig, als lebenswert. Reudig wie das Kondom, das an einer Bank hängt. Den Vormittag habe ich wieder damit verbracht mich mit Sid um Kopf und Kragen zu diskutieren. Ich war so angepisst! Angefangen hat alles mit dem Wachwerden. Sobald mein Unterbewusstsein geht, kommt mein Bewusstsein und scheinbar ist es das was mich jeden morgen ankotzt, denn ich habe fast jeden Morgen sone Laune. Nicht weil ich es will, sondern weil es einfach so ist. Dabei erfreut es mich, wenn ich die Vögel zwitschern höre, das Tageslicht meine Bude erhellt und Polly mich wach kuschelt. Und trotzdem ist meine Stimmung mies. Heute hat es mich noch angekotzt, dass Sid das Fenster nicht zu gemacht hat, als er aufgestanden ist. Gestern hat er es auch schon vergessen, aber das hat mich nicht aufgeregt, also wollte ich es auch erst erwähnen, wenn ich mit Polly spazieren war. Solange konnte ich es aber leider nicht herauszögern, denn Sid fragte vorher schon, ob alles ok sei und er mag es nicht, wenn ich sage, dass alles ok ist, obwohl es nicht so ist, also sagte ich es ihm genauso aggro wie ich drauf war, was ich verhindern wollte. Diese Situation wurde nach dem Spaziergang mit Polly wieder zur Katastrophe. Wir versöhnten uns zwar wieder, aber ich war weit gestresster als ursprünglich.

Als er dann zur Arbeit ging wollte ich mich wieder beruhigen, doch dann kam Sören. Er verabredete sich gestern mit mir, um ein paar Möbel in meiner Stube umzustellen. das Sofa sollte nur auf die Seite gestellt werden, wo das Sideboard und die Meerschweinchen stehen und der Kram sollte dahin wo das Sofa steht … oder besser stand, denn ich habe alleine umgeräumt, was ganz gut war, denn so konnte ich meine ganze überflüssige Energie los werden. Sören ist lieber mit seiner Ficke nach Ikea gefahren, wo ich gerne mitgefahren wäre, aber das wäre es nicht möglich gewesen, weil ich demnächst zur Schule muss. Abgesehen davon hat er nicht mal abgesagt. Ich fand es scheiße gerade von ihm sitzen gelassen zu werden und das habe ich ihm auch gesagt. Ist ja alles halb so wild, aber zu dem Zeitpunkt hätte ich schon wieder alles kurz und klein schlagen können.

Neben dem sozialen Stress, saß mir noch die Facharbeit für Geschichte im Nacken. Nächsten Dienstag muss ich die abgeben und habe noch kaum was in Worte gefasst. Eben konnte ich ein wenig abarbeiten, zufrieden bin ich damit noch nicht, noch lange nicht. Ich hoffe nur, dass ich alles rechtzeitig schaffe. Vielleicht zieh ich durch am Wochenende, hab mir gestern schon Sternschnuppenstaub geordert. Allerdings habe ich nicht so wirklich Lust drauf, andererseits schon. Ich weiß auch nicht, bin da etwas hin- und her gerissen.

Was die Drogen angeht, habe ich mir vorgenommen erstmal etwas kürzer zu treten. Ob ich es schaffe ist die zweite Frage, aber ich bin zuversichtlich, denn jetzt mit dem neuen Nebenjob muss ich mehr Verantwortung tragen und das ist auch ganz gut so. Gestern habe ich meine letzte Mische weggeraucht und werde mir die Woche über auch nichts neues holen. Gerade das Gras liegt finanziell immer schwer im Gewicht und ich würde so gerne mal Koks ausprobieren. Sören hatte am Wochenende die Möglichkeit dazu und schwärmt jetzt davon.

Nun ja, jetzt muss ich gleich los zur Schule. Lust habe ich nicht, aber immerhin hat sich meine Laune wieder stabilisiert.