Ohne Gras

Ich hab kein Gras, was mich alles andere als beruhigt. Naja, es ist nicht so, dass ich jetzt durchdrehe, aber es nervt etwas. Andererseits warte ich schon eine Weile auf ein triftigen Grund, um mein Weedkonsum zu beschränken. Ich habe mir mal vorgenommen nur am Abend zu rauchen, doch das wird nichts, wenn ich was da habe. Dafür ist meine Disziplin nicht gut genug. Nun ist der Tag gekommen, an dem ich nichts habe und ich hab keine Ahnung wie ich meinen Abend gestalten soll. Schuld daran ist mein versoffener Dealer. Am Sonntag verabredeten wir uns und ich machte mich mit Unterleibschmerzen auf den Weg. Außerdem war es vernieselt, also olles feuchtes Klima, aber was tut man nicht fürs geliebte Kraut. Dort angekommen ließ mich sein Kumpel rein, der extra auf mich warten sollte. Er selbst lag versoffen und schlafend auf dem Sofa. Als er erwachte, pöbelte er nur blöd rum und checkte scheinbar nicht mal dass ich da war. Fünf Minuten später wurde mir diese Suffikacke zu blöd, also bin ich wieder los. Solche eine Scheiße muss ich mir echt nicht geben. Auf Alkis habe ich absolut kein Bock! Da stapeln sich mittlerweile über zwanzig Bierkästen und der versiffte Biergestank überdeckt schon den Gestank seiner Bong. Echt ekelhaft. Es ist mir echt zu wider da noch einmal aufzukreuzen, was auch heißt, dass ich mir kein Gras mehr beschaffen kann. 

Es nervt von irgendwem oder irgendwas abhängig zu sein, sei es ein Dealer oder das Gras an sich. Ich hab keine Lust auf Abhängigkeit, was auch der Grund für mein Vorhaben den Konsum einzuschränken ist. Ich werde sehen wie sich das auf mein Problem mit dem Einschlafen verhält und ob der Abklang vom Ritalin dafür ausreicht. Es ist einfach die reinste Frechheit des Staates Gras als reines Naturerzeugnis zu verbieten, dafür aber Alkohol zu genehmigen. Klar, Alk ist grundlegend auch aus natürlichen Stoffen, jedoch entsprechend aufbereitet und weitaus schädlicher für den menschlichen Organismus als Gras. Hauptsache die Steuern klimpern in die Staatskasse!

Bier und Politik

Heute hat Angela Merkel eine Rede zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes gehalten und das habe ich mir angesehen. Leider hab ich nur die zweite Hälfte gesehen, aber das hat gereicht. Sie hat so einige Lacher rausgehauen und unter Anderem unseren ehrwürdigsten Reichskanzler Bismarck zitiert. Das genaue Zitat hab ich nicht mehr im Kopf, aber ich könnte in meinem Buch von ihm nachsehen. Es hat goldene Seitenränder und ist eines meiner liebsten Bücher. Ich könnte, bin aber zu faul mich durch die altdeutsche Schrift zu arbeiten. Es ging in dem Zitat darum, dass das Volk beim Biertrinken über Politik redet. Ich mag Frau Merkel an sich, auch wenn ich ihre Arbeit manchmal und Tataros schicken könnte. Allerdings könnten unsere Regierenden sich eine große Scheibe von Bismarck abschneiden. Er war ein guter Stratege und hat innen-, als auch außenpolitisch einiges auf dem Kasten gehabt. Wären wir immer noch eine Monarchie, ginge es uns besser. Aber kaum einer hat Interesse daran unseren Kaisernachfahren zurück zu holen. Prinz Wilhelm IV. von Preußen komm zurück und rette was noch zu retten ist! Dieser angeblichen Demokratie muss ein Ende gesetzt werden! Wir gehen den Bach runter und das seit Jahren. Wenn man sich meine Generation der Wendekinder mal genauer betrachtet, wir klar, dass das Volk nur stupide den Lügen folgt und sich vom Staat unterdrücken zu lassen. Das Volk wird zur Dummheit erzogen und die Schuld gebe ich den Christen, denn die haben damit angefangen die Dummheit der Menschen auszunutzen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Christentum, das reinste Heuchlertum!

Alkohol ist doch scheiße

An manchen Tagen möchte man sterben und an anderen möchte man, dass nie die Sonne untergeht. Gestern war ein fantastischer Sonntag. Sid und ich haben unseren ersten Jahrestag nachgefeiert. Wir haben Schlüppatach gemacht, also den ganzen Tag einfach nur im Bett chilln und sich an Joints und Fressalien erlaben. Es war echt super, denn wir klebten den ganzen Tag aneinander und haben nicht ein einziges Mal gestritten. Das ist rekordverdächtig.

In der Nach von Samstag auf Sonntag kam ich stockbesoffen von Sören nach Hause. Von seiner zu meiner Haustür sind es gerade mal geschätzte hundert Meter, doch mit meinen Kurven bin ich sicher den doppelten Weg gegangen. Als ich hier oben bei Sid ankam, dauerte es nicht mehr bis ich eine Stunde lang übern Eimer hing. Oh ja, war nicht schön, echt nicht schön. Drogen haben bei mir nicht solche ätzenden Nachwirkungen. Es kam zwar auch schon drei Mal vor, dass ich wegen Speed kotzen musste, aber das lag an meiner eigenen Nachlässigkeit. Ich weiß ganz genau, dass ich nicht ziehen sollte, wenn ich weniger als fünfundvierzig Kilogramm wiege. Die Wahrscheinlichkeit Galle zu kotzen inklusive Ganzkörperkrämpfe ist sehr hoch, wenn ich nur zwei- oder dreiundvierzig Kilogramm wiege. Aber selbst das finde ich weniger schlimm, als vierhundert Milliliter Berliner Luft mit einer Portion Bauerntopf auszukotzen. Eigentlich trinke ich kaum Alkohol, meist nur bei Anlässen oder mal so ein Bier. Samstag bevor ich zu Sören ging, stritten Sid und ich allerdings und ich war sowas von angepisst, dass ich nicht auf mein Konsum aufgepasst habe, denn zwischendurch haben wir Bong geraucht. Ich hätte zu Hause einfach weiter kiffen sollen, denn wäre auch mein Mageninhalt drinnen geblieben, aber ich habe es nicht einmal geschafft am Joint zu ziehen.

Das war nicht das erste Mal, dass ich mich volllaufen ließ wegen schlechter Laune. Mir ging es so übel, dass ich anfing zu flennen. Bevor ich einschlafen konnte, steckte ich mir noch ein paar Mal den Finger in den Hals, denn ich spürte diesen quälenden Druck im Magen. Dann konnte ich endlich schlafen und am nächsten Morgen ging es mir wieder blendend. Einen Kater hatte ich noch nie. Außerdem war ich vitalisiert und quicklebendig am frühen Morgen. So ist das jedes Mal nachdem ich Alkohol getrunken habe.