Die Existenzberechtigung von Parasiten

In letzter Zeit habe ich mir die Frage gestellt, ob Parasiten auch ihren rechtmäßigen Platz in unserem System haben. Anders als alle anderen Lebewesen auf unseren Planeten, schaden sie lediglich ihrem Wirt und sind kein Teil der Nahrungskette. In der buddhistischen Lehrtradition heißt es jedoch, dass jedes Leben auf der Erde seinen Sinn und Existenzberechtigung hat. Darüber habe ich mir ein wenig den Kopf zerbrochen und schließlich zu einer Erkenntnis gekommen. Ich nehme an, dass Parasiten ihren Platz bei der natürlichen Selektion haben und somit auch zur Evolution beitragen. Diese These scheint mir plausibel zu sein. Es widerspricht weder den buddhistischen Ansichten, noch den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dennoch sollte ein Buddhist nicht töten, da jedes Leben kostbar ist, aber wenn ich meinem Hund eine Zecke entferne, muss die Zecke dran glauben. Dennoch ist ein Buddhist nicht verpflichtet die Lehre so hin zu nehmen, wie sie ist, sondern man sollte sie nutzen, um seinen Weg zu gehen. Ich gebe Acht auf mein Umfeld und das Leben um mich herum, ob es Pflanzen, Tiere oder Insekten sind. Selbst Spinnen fange ich ein und setzte sie vors Fenster, auch wenn das jedes Mal eine heikle Sache ist.

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Hallo Herbst!

Es ist eine stürmische Nacht. Der Wind saust über die Dächer und durch die Blätter hindurch. Vor Kurzem kündigten die Kastanien den erfrischenden Herbst an. Die Blätter des Kastanienbaums werden zuerst braun und fallen zu Boden. Dann sind mir noch die hellgrünen, stacheligen Kastanien zu sehen, während die anderen Laubbäume gerade erst anfangen sich bunt zu färben. Rote, gelbe, orangene und braune Blätter werden vom Wind durch die Lüfte gespürt und ich würde am liebsten mitten hindurch fliegen, auf den Windböen, bis hoch zum Himmel. Ich liebe es, wenn der Wind mich hin- und herschubst, denn wenn ich den Wind spüre, fühle ich mich dem Himmel am nächsten. Das ist ein Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit. Ich liebe den Herbst, er ist einfach wunderschön!

Neues Glück

Noch vor kurzer Zeit dachte ich, dass meine Lebensfreude flöten geht. Es war schon so, dass ich mich mit meiner Laune über Wasser halte, zumindest hat es sich so angefühlt. Ich musste mich täglich an die schönen Dinge im Leben erinnern, um den Mut nicht zu verlieren. Die Schule ging zu Ende und bis jetzt habe ich nichts Neues, was ich eigentlich schon hatte, doch mir wurden in letzter Minute Steine in den Weg gelegt, wegen denen ich zu Boden ging. Nachdem ich mal wieder geschmeckt habe, wie der Dreck auf dem Boden der Tatsachen schmeckt, bin ich einfach wieder aufgestanden, denn Aufgeben ist keine Option, ich werde nicht noch einmal aufgeben. Ohne Buddha hätte ich nicht genug Kraft. Er ist eine konstante Leitschnur in meinem Leben geworden und ich bin froh, dass ich mich mit dieser traditionellen Denkphilosophie angefreundet habe.

Die Zeit des Durchhaltens hat nun ein Ende, denn ich habe eine neue Freundin. Sie heißt Elena, aber ich nenn‘ Sie Elli. Wir verstehen uns super und kommen fantastisch miteinander aus. Es ist schöner als eine Traum, denn es ist wirklich wahr. Die letzte wirkliche Freundin hatte ich vor einer gefühlten Ewigkeit. Wenn ich bei ihr bin, habe ich nicht einmal panisch wenn mein Grasvorrat erschöpft ist und könnte ich neben ihr einschlafen, bräuchte ich es nicht einmal dafür. In ihren Armen zu liegen muss unfassbar schön sein, doch davon kann ich nur träumen, denn sie lebt in einer Beziehung und ich respektiere ihre Liebe. Schließlich mag ich Elli sehr und mir ist es wichtig, dass sie glücklich ist. Dank meiner buddhistischen Orientierung kann ich nun prima mit meinen Gefühlen umgehen, was mich vor deprimierendem Kopfkino bewahrt. Außerdem kann ich auch mein ADHS lenken und dann habe ich noch das Weed, was mir eine gewisse Ruhe verleiht. Ritalin habe ich auch noch, aber ich ziehe Gras vor, aber darum geht es jetzt nicht. Worum sich meine Welt gerade dreht ist Elli und ich Einwände jede Minute, die ich mit ihr verbringen kann. Wir können viel lachen und ich fühle mich einfach wohl und gut aufgehoben. Es ist ähnlich wie bei Frau Hegersdorf, auch wenn sie und Elli sich unterscheiden. Aber bei Elli fühle ich dieselbe Geborgenheit und Warmherzigkeit, wie bei meiner Psychologin. Beide sind für mich sehr besondere Personen, die mir am Herzen liegen. Es gibt nicht viele Menschen, von denen ich wirklich was halte, geschweige denn, die mich interessieren. Aber diejenigen, die mein Herz erobert haben, haben meine Loyalität und Fürsorge. Für Elli würde ich jeden noch so großen Stein beiseite räumen, so schwer er auch sein mag. Sie glücklich zu sehen, potenziert mein Glück und wenn ich sie zum Lächeln bringen kann, ist es als würde die Wärme Morgensonne mich inmitten von Eisbergen küssen.

Hundehaltung unerwünscht – aber nicht mit mir!

Ende letzter Woche traf ich eine Nachbarin aus dem Erdgeschoss unten vor der Tür. Sie wollte mir von der Situation der anderen Mieterin auf ihrer Etage berichten, die sich demnächst einen Welpen zulegen wollte. Allerdings wurde ihr die Anschaffung von der Hausverwaltung ohne Weiteres untersagt. Das hat mich erstmal überrascht und ich kann mir denken, dass sie sich unfair behandelt fühlt, da ich schließlich auch einen Hund habe. Zunächst habe ich mir nichts weiter dabei gedacht, bis ich gestern ein Schreiben der Verwaltung im Briefkasten fand. Drinnen steht, dass mir die Hundehaltung untersagt wird und ich bis Ende des Monats Zeit habe Polly aus der Wohnung zu schaffen. Weiterhin wurde ich darauf hingewiesen, dass ich mir nicht die Zustimmung des Vermieters eingeholt habe, wie es im Mietvertrag vermerkt ist. Das ist so nicht ganz richtig, also habe ich versucht meinen Ansprechpartner von der Verwaltung, Herr Böllke anzurufen. Ich konnte ihn nicht erreichen, dafür jedoch seine Kollegin im Büro. Wir kamen bezüglich der Situation ins Gespräch und was mir da zu Ohren kam, war weniger erfreulich.

Als meine Mutter mit mir Ende letzten Jahres eine neue Wohnung suchte, hat sie diese in der Zeitung gefunden und gleich angerufen. Sie hat direkt erwähnt, dass ich einen kleinen Hund habe und daraufhin sagte der Herr Böllke, ich solle Polly mit zur Besichtigung bringen. Folglich sind meine Mutter, Polly und ich bei der Besichtigung erschienen und es gab auch keine Einwände wegen meinem kleinen Vierbeiner. Ein paar Tage später erschienen wir erneut hier zusammen mit meinem Stiefvater und ich unterschrieb den Mietvertrag, sowie die Hausordnung. Es gab zu dem Zeitpunkt keine Probleme was die Hundehaltung betrifft und der Hausverwalter verlor auch kein weiteres Wort dazu. Nun wohne ich hier seit sieben Monate und bekomme eine Mitteilung darüber, dass die Verwaltung nichts von Polly wusste und die Haltung untersagt wird. Beim Telefonat mit seiner Kollegin stellte sich heraus, dass Herr Böllke die Information zur Tierhaltung nicht weitergegeben hat und sich auch ahnungslos gab. Mir wurde gesagt, er wüsste nichts davon, dass ich mit Hund eingezogen bin. Ich fing innerlich an zu kochen, aber könnte ruhig bleiben, da die Verwalterin sehr freundlich und entgegenkommend war. Sie wird das Thema nun noch einmal anschneiden gegenüber dem Eigentümer und ich soll mich Ende des Monats nochmal melden. Es hat mich durchaus empört, dass der mir gegenüber kompetente Herr Böllke sich hinterrücks so mies verhält.

Im Mietvertrag ist ein Abschnitt zur Tierhaltung formuliert: "Jede Tierhaltung, mit Ausnahme von Kleintieren, wie z. B. Zierfische, Ziervögel, Hamster, bedarf der Zustimmung des Vermieters. […] Der Vermieter kann die Zustimmung verweigern, wenn eine Gefährdung oder Belästigung durch das Tier nicht völlig auszuschließen ist. […]". Diese Klausel erwähnt nicht, in welcher Form die Zustimmung eingeholt werden muss, nur, dass eine Zustimmung widerrufen werden kann und der Mieter für jegliche Schäden zu haften hat. So! Der Verwalter hat meiner Mutter und mir gegenüber der Hundehaltung mündlich zugestimmt. Zwar hat mir seine nette Kollegin heute gesagt, dass er dazu nicht befugt ist, sondern der unbekannte Eigentümer, aber woher sollte ich das zu diesem Zeitpunkt wissen? Bis heute weiß ich nicht wer der Eigentümer des Hauses ist, denn im Mietvertrag steht die Hausverwaltung als Vermieter, die nach ihrer Klausel auch diejenigen sind, die entscheiden.

Nach dem Telefonat habe ich mich an Stuart gewandt, der mir auch direkt weiter helfen konnte und sogar ein Schreiben fertig gemacht hat. Das habe ich mir später durchgelesen und selbst auch noch recherchiert. Im Mietrechtslexikon fand ich einen Artikel zum Zustimmungsvorbehalt, der besagt, dass ein Schriftformerfordernis unwirksam ist und demnach eine mündliche Zustimmung ausreichend ist. Weiterhin konnte ich im Bußgeldkatalog 2017 für Tierschutz erlesen, dass nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2013 (Az., VIII ZR 168/12) eine Untersagung der Katzen- und Hundehaltung nichtig ist, da der Mieter dadurch unangemessen benachteiligt wird. Außerdem wird hier explizit erwähnt, dass ein Verbot triftig begründet werden muss. Eine derartige Fundierung geht aus dem Schreiben zur Untersagung nicht hervor. Die Hausverwaltung stützt sich lediglich auf die Klausel im Mietvertrag, denn andere Argumente haben sie nicht, da meine süße, ruhige Polly für keinem Mieter im Haus ein Grund zur Beschwerde ist. Vielmehr hingegen die Suffis unter mir, die offenbar nicht einmal dazu in der Lage sind ein Fenster zu öffnen, aber das ist ein anderes Thema.

Fakt ist, dass der gesichtslose Eigentümer widerrechtlich handelt. Laut Buschfunk gab es früher in diesem Eingang einen Hundehalter, der zu selten und überwiegend nur auf dem Hof Gassi war. Zudem fiel er des Öfteren negativ auf, aber ich habe nicht weiter nachgefragt, einerseits weil es mich nicht interessiert und andererseits, weil ich mir nicht gerne anhöre, dass Hunde unter hirnfreie Besitzer leiden müssen. Nichts desto trotz! Ich bin keiner dieser verantwortungslosen Hohlköppe und ich will auch nicht mit irgendwelchen Fremden verglichen werden. Wie auch immer … bei meiner Untersuchung der Lage stieß ich zudem auf einen Beitrag des Rechtsanwaltsbüro Friedrich Ramm. Hier wird unter Anderem erläutert, dass der Vermieter über ein Prüfungsrecht verfügt und stets jeden Fall einzeln zu bewerten hat, andernfalls missachtet er den Gleichbehandlungsgrundsatz und handelt diskriminierend mir gegenüber.

Diese Angelegenheit wird sich (hoffentlich) zu meinen Gunsten klären, andernfalls muss ich auf die Barrikaden gehen, denn dieser Phantomvermieter wird mir nicht auf der Nase umhertanzen und der Verwalter wird mich auch nicht noch einmal hinterfotzig verarschen. Im Web sind ausreichend Fälle gelistet, die Hundeliebhaber lächeln lassen. Zunächst werde ich nächste Woche mit der freundlichen und verständnisvollen Verwalterin telefonieren. Sollte das zu nichts führen, muss ich andere Maßnahmen einleiten, mit voller ADHS-Power!

Die aktuelle Lage

In letzter Zeit habe ich nichts von mir hören lassen. Nun ja, in erster Linie war ich faul, aber es ist auch eine Zeit der Veränderung angebrochen. Die Schulzeit ist nun so gut wie vorbei und ich muss beruflich einen neuen Weg einschlagen. Damit habe ich so meine Differenzen, aber davon werde ich mich nicht beirren lassen. 

Meinen Kabelanschluss habe ich gekündigt, ein Grund dafür war die Werbung, ein weiterer das Programm und das ganze Elend. Wenn ich mir die Nachrichten angesehen habe, hat mich das aufgeregt. Jedes Mal wieder, habe ich gesehen, wie krank der menschliche Geist ist, wie verseucht unsere Art ist. Selbst wenn ich den Newsticker auf meinem Handy durchlese, könnte ich in Flammen aufgehen. Fast bin ich in Depressionen versunken, doch mir blieb stets der Buddhismus, der in mir die Hoffnung am Leben hält, dass das Leben auf diesem Planeten noch eine Zukunft hat. Die Seele des Menschen wird von Geld, Gier und Macht kontrolliert. Ganze Völker lassen sich manipulieren und lenken. Sie vergessen selbst zu denken und halten sich an Maßstäben anderer fest. Sie vertrauen blind in ihre Regierung, obwohl diese nicht mehr im Sinne des Volkes handelt. Meere, Böden und die Atmosphäre werde rücksichtslos verseucht, ganze Arten werden ausgerottet, nur weil wir immer alles haben und davon nicht genug kriegt. Verzicht scheint mittlerweile ein Fremdwort zu sein. Für die Konsequenzen will niemand die Verantwortung tragen. Egoistisches Handeln ist allgegenwärtig, ob in der Fußgängerzone oder der Unwelt. Luxus und Bequemlichkeit sind vom höheren Wert, als die Gesundheit unserer Umwelt. 

Die Menschheit hat ein hässliches Gesicht bekommen und rühmt sich als Home sapiens sapiens, dabei gehört eine Vielzahl eher zu der Gattung Homo spastiens. Dieser Welt fehlt Toleranz und Rücksicht! Pharmakonzerne und Rüstungsindustrie beherrschen die Welt und werden sie in ein verseuchtes Land verwandeln. Der Mensch wird für sein Ende selbst verantwortlich sein, das ist für mich die realistischste Katastrophentheorie. Ich weiß nicht, wer diese These aufgestellt hat, aber ich stimme dieser Person zu. 

Wo liegt der Sinn des Lebens? Diese Frage habe sich schon unzählige Philosophen und andere Denker gestellt. Meine Antwort lautet, dass man seinem Leben einen Sinn geben muss und nicht einfach darauf warten sollte, dass es einem in den Schoß fällt. Wenn man was will, muss man auch was dafür tun. Ich werde mein Leben mit Sinn erfüllen, in dem ich für die Natur kämpfe und mein Wissen an die nächste Generation weiter zu geben. Ich möchte mein ADHS besser verstehen, um es anderen leichter zu machen und ich möchte den Menschen zeigen, bei Problemen die Dinge objektiv zu betrachten, dass sie einander besser verstehen können. Besonders als Elternteil, Lehrer, Erzieher und andere Art von Bezugsperson ist es wichtig. Missverständnisse führen oft zu negativen Auseinandersetzungen. Kinder brauchen eine beständige Bezugsperson, mit der sie auch über Fehler reden können ohne verurteilt oder bestraft zu werden. Immerhin sind wir die Großen, von denen die Kinder alles lernen und wenn man es ihnen nicht besser bei bringt, liegt der Fehler bei uns und nicht den Kindern.