Valentinstag: die restliche Welt hat das Rezept der Liebenden und ich mit das für Ritalin

Am Valentinstag haben sich bestimmt viele glückliche Paare den Hollywood-Erwartungen gewidmet. Sind es Komplexe oder ist es doch nur Leere, was sich dort hinter der Maske versteckt? Was man um diesen Tag für ein Wirbel macht, um Romatik zu erzeugen, innige Momente zu haben und das Prickeln zu spüren. Binnen der grauen Masse, erwachte so manch ein Paar lächelnd und liebend, doch lag spät abends in Tränen wach oder taumelte volltrunken mit Fremden durch die Nacht. Die große graue Strömung entspringt  der religiösen Sekte RegStul Mort. Sie hat ihren Ursprung im Windelfurz des medialen Spams, wo sie als graues, scheinbar harmloses, nicht stinkendes Fäkalgasbläschen in die Welt gesetzt wurde. Es fanden sich erste Anhänger, und ihnen folgten gleich die nächsten. Die Glaubenssätze und Leitlinien verbreiten sich über Flimmerkisten, Retinadisplays, Theaterbühnen und Kanzelbesetzungen. Gepredigt wird die allgegenwärtige Nützlichkeit, des lebenserleichterndes Konsummittel. Schnell wurde das Bläschen zur Strömung, die dem Fluss des scheinbar geruchsneutralen Abgas folgt. 
Werteverkalkung und Atomintelligenz führen zu rücksichtslosem Komplexwahn mit entartenden Folgen. Am Tag der Liebenden sollen die Herzen durch kostspielige Romantiksynthesen, die Leidenschaft entfachen. Je höher die Investition, desto protziger wird die Story beim für den Schwanzvergleich. Am Tag der Liebe färbt sich grau zu rot, strömt blindlings zur Romantik, erwartet dort Zuneigung, neben glänzenden Schätzen und intime Zärtlichkeit. Wegen mangelnder Medienkompetenz und unachtsachmen Medienkomsum schätzen leider zu viele, falsche oder irrationale Werte. Der Liebesausdruck am Valtentinstag benötigt eine Gabe, um die Liebe an sich, ausdrücken zu können, … wie ein Converter. Liebe sollte nicht materiell abhängig sein und sein Rezept sollte der Ausdruck wahrer Empfindungen sein.

Der ganze Valentinstrubel zog an mir vorbei, nur ein paar wenige Blicke kreuzten sich. Als mir das am Abend bewusst wurde, überkam mich die pure Erleichterung. Anstatt den Tag über ständig meine Augen weg rollen zu müssen, richtete sich mein Blick auf den Termin in der Klinik. Das Gespräch mit Dr. Nolle verlief reibungslos, gechillter hätte das Ganze gar nicht sein können. Der erste was mir durch den Kopf sah, als ich ihn visualisierte war: FlunderFace. Völlig unkontrolliert äußerte sich mein erster Eindruck, in Form einer Oberflächebetitelung. Zu seinem Aussehen hatte keinerlei Vorstellung und malte mir auch nichts aus, trotzdem überwältigte mich das Überraschungsmoment. Im Gespräch ging es um hauptsächlichen Faktoren der aktuellen Lebenslage. Die Kommination verlief flüssig, ganz ohne Stress oder Stolpersteine. Es lag schweizer Mentalität in der Luft und autistische Brisen erfrischten den Raum. Ja, er machte auf mich einen emotionsfreien Eindruck mit diesem Schein von Leere in seinen Augen. Mh, wichtiger ist dass sein Verstand nicht von Persönlichkeit wird, was irgendwie eine robotische Ausstrahlung erzeugt. 

Der Ritalintermin endete mit einem Rezept, wodurch das Dopamin weniger leckt. Dieser Punkt wäre abgehakt und den anderen: die Ritalinfrage, konnte ich noch nicht klären.

Advertisements

Schreib dein Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s