Bäume pflanzen mit einem Klick

Oh man, als ich das gerade gelesen habe sind meine Mundwinkel nach oben geschossen! Vorhin erst habe ich ein Bild von der Elbphilharmonie im Nebel gesehen und im Hintergrund quollen aus drei Schornsteinen enorm rußlastige Rauchwolken empor. Schön mal zu hören, dass es auch noch Unternehmen gibt, die unsere Atemluft aufbessern, anstatt sie zu belasten. Ich kann dieses, jediglich aufs Geld beschränkte Kapitalistenpack absolut nicht ab. Sollte ich eines Tages die Wunderlampe finden, wünsche ich mir, dass Mutter Erde sich rächen darf. Dann werden all diese Säcke an ihrem Dreck verrecken, Armageddon Baby! (und damit meine ich nicht die Hollywoodversion)

Lehrredaktion Online

Wie viele Bäume hast du heute schon gepflanzt?

Google, Bing, Yahoo und Co – die meisten von uns nutzen wahrscheinlich täglich eine dieser Suchmaschinen. Ob für die Schule, die Uni oder einfach nur aus Neugierde, um Wissenslücken zu decken. „Ich google mal“ gehört zum allgemeinen Wortschatz und das Wort „googeln“ steht sogar im Duden. Doch was, wenn man diese Alltagstätigkeit für einen guten Zweck nutzen könnte?

Ursprünglichen Post anzeigen 254 weitere Wörter

Bloginfo: neuer Tagebuchtitel

Als ich neulich auf Arbeit war, knallte es plötzlich in meiner Denkzentrale. 

Der Dienstgang: Ablauf an der Garderobenfront ohne Auffäligkeiten. Eine geballte Schülerschaft wurde abgefertigt und als kompaktes Pubertätspaket vor der Bühne platziert. Des einen Spielzeit ist des anderen Auszeit. Erstmal etwas trinken, puschern gehen und hinsetzen. Ich atmete tief durch, verschnaufte und hörte nebenbei das Gespräch meiner Kolleginnin. Es ging um das Stück: Anne Frank. Seit Ostzeiten schon Pflichtprogramm im Deutschunterricht. Meinereiner musste es in der siebten oder achten Klasse lesen. Passend zum Thema machte die ganze Jahrgangsstufe einen Ausflug nach Berlins ins jüdische Museuum und anschließend zur Theateraufführung. Meine Erinnerungen wurden abrupt abgebrochen und ich sah nur das Wort „Tagebuch“. Is‘ ja oll …, dachte ich mir. Innerlich erschienen mir die klischeelastigen Ausführungen Kafkas Tagebücher. 

Angelegt habe ich es damals als Tagebuch, doch inzwischen missfällt mir die Beschreibung. Ab dem heutigen Tage trägt den Titel: Dopaminleck, mein ADHS-Logbuch.

Der 18. Januar: ein geschichtslastiger Tag für Deutschland

Meines Erachtens nach, sollte der heutige Tag, der 18 Januar, ein Feiertag in Deutschland sein. Ich verstehe gar nicht, warum dieses Datum so missachtet wird. Wir feiern schließlich auch den Tag der Deutschen Einheit, unsere Wiedervereinigung, der Schall vom Knall des Mauerfall … Warum nicht auch die Einigung? 

Es war einmal, vor 146 Jahr‘ im Spiegelsaal: der deutsch-französische Krieg endete mit der Schlacht von Sedan. Die deutschen waren klar im Vorteil, denn unsere Soldaten wurden bereits mit dem Hinterlader ausgerüstet, während Franzosen noch von vorn das Gewehrrohr stopfen mussten.  Napoleon III. kapitulierte und überließ sein Schwert Bismarck. Am 18. Januar 1871 versammelte sich das deutsche Adelsblut und Wilhelm I. wurde feierlich zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Das war der Beginn des Deutschen Reiches, leider auch das territoriale Ende Preußens. Was noch betont werden sollte, ist die Beziehung der geliebten Feinde, der deutsch-französischen Zankerei, der Rivalität schlechthin. Für Deutschland ein glorreicher Triumph, für Frankreich hingegen, die absolute Demütigung. Die deutsche Kaiserkrönung wurde im prunkvollen Spiegelsaal des Schloss Versailles – der Inbegriff von Prestige – vollzogen. Was für eine Verächtlichmachung (<- in der Wortkkist gekramt, hihi 😁).

Frankreich ertrug die Schmach und sehnte sich nach Rache. Einige Jahre zogen ins Land, ein neues Jahrhundert brach an und der Erste Weltkrieg brach aus. Die Dinge nahmen ihren Lauf und Frankreich konnte endlich abrechnen. Die Deutschen beendeten den Krieg als Verlierer, die Franzosen als Gewinner. Die Vergeltung sollte Deutschland genugtuend erniedrigen. Ein enormer Stolz durchströmte Frankreich, als am 18. Januar 1919 die Pariser Friedenskonferenz im berüchtigten Spiegelsaal eröffnet wurde. Deutschland musste büßen, wurde geschlachtet und ausgeweidet, seelisch in Trümmer gelegt. 

Trotz alle dem, und noch weitaus mehr: wir sind noch da. Zerrüttet, geführt, vernichtet, besetzt, geteilt und geheilt. Man ließ Deutschland, unter scharfen Blick, Deutschland sein und wurden weder Franzosen, noch Russen, Amerikaner oder Briten. Deutschland feiert seinen 146.sten Geburtstag. Geboren als Kaiserreich, während der rebellischen Pubertät auf die harte Probe gestellt, ein holpriger Weg zur richtigen Identität und letztlich hier in der Gegenwart. Weitere Kommentare spare ich mir jetzt, denn mich überfällt plötzlich ein Schwall Meckerlust. Fakt ist: dieses Datum sollte, wie auch der Tag der Deutschen Einheit, ein nationaler Feiertag sein. Vorher bestand dieses Gebiet aus Preußen, Bayern und Kleinstaaterei. Erst mit der Einigung wurden wir deutsch, eine Einheit. Wer genau ist eigentlich für die Festlegung von Feiertagen zuständig? Ich werd es mal rausfinden, um sie via Mail zur Rede zu stellen.

Pseudoabklatsch

Meine Grundstimmung war in den letzten Tag gleichgültig, Motivation gleich null. Freitag Samstag habe ich gezogen, also ist die Stimmung am Sonntag gerechtfertigt, aufgrund von Abklatschsymptomatik. Montag war ich durch mit dem Durchsein, aber es hat sich nicht so angefühlt. Es ist so, als hätte ich ein Pseudoabklatsch. Ich hänge durch und will mich nur in meiner Decke einkuscheln. Morgen Vormittag muss ich arbeiten und danach zur alten Wohnung, um mit dem Nachmieter Absprache zu halten. Nachmittags ist dann wieder Schule, wo ein Mathetest ansteht. Dazwischen sollte ich den Kram für Geschichte nachholen und mir Mathe rein ziehen, Polly darf auch nicht vergessen werden. Es ist ja nicht so, als wäre jetzt wieder jeden Tag so stressreich, aber es sitzt mir einiges im Nacken. Außer auf Arbeit und in der Schule, habe ich mich noch nirgendwo umgemeldet. Mein Internet wird Freitag endlich hier geschalten, aber ich muss noch Strom und Ausweis ummelden, denn noch bei der Krankenkasse und dem Amt für Ausbildungsförderung. Abgesehen von den Ummeldungen, sollte ich allmählich mal Bewerbungen schreiben. Ich hab noch keine neuen Bilder und auch keinen Plan, wo ich mich bewerben soll. Außer die Ausbildung bei der Bahn, fällt mir nichts ein. Das Lehramtstudium kann ich mir mit meinem Schnitt in die Haare schmieren, denn die Uni in Potsdam ist schwer beliebt. Sowieso hab ich die Schule satt, aber das liegt weniger an der Schule, als viel mehr an den Unterrichtszeiten. Am liebsten würde ich augenblicklich schmeißen. Mathe ist einfach nur Brainfuck, Englisch Zeitverschwendung und Deutsch ist der absolute Gipfel der Wixxerei! Geschichte und Bio ist alles was mich interessiert und der Rest zerrt nur. Zum Glück konnte ich mit dem zweiten Halbjahr Physik abwählen, was mich zumindest etwas entlastet. 

Ruhe ist alles was ich will, dabei kann ich mir nicht erklären, wo diese Antistimmung herkommt. Es gibt momentan nichts, was mich runterzieht. Klar sind da Kleinigkeiten, die mich piesacken, aber damit kann ich umgehen. Eigentlich sollte ich eher fröhlich sein, denn ich komme mit meiner persönlichen ADHS-Forschung und Medikationsstudie voran. Erst heute hatte ich einen Termin bei Frau Hegersdorf, der einfach bombastisch war. Dann ist da auch meine neue Bude, die einfach geil ist. Es läuft alles bestens, warum also dieser Pseudoabklatsch? Ich muss meinen Buddha wieder wecken, denn der ist scheinbar eingeschlafen. 

Fotoalbum: zierliche Pfotenabdrücke

HDer morgendliche Spaziergang verschob sich am Samstag auf den späten Vormittag, aufgrund einiger Sternschnuppenschauer. Mit Stuart und seiner imperialistischen Dackeldame-Eisenherz, auch Lucie genannt, stiefelten wir entlang der frisch gepuderten Gartenpfade. Die matschigen Wege wurden samt Tauwasserpfützen zugedeckt. Im Morgengrauen kehrte Väterchen Frost zurück ließ den Matschboden erstarren und die Schmelzschicht der zarten Schneedecke wurde zum vereisten Schleicher. 

Polly und Lucie strahlten die pure Freude aus, als sie zusammen durch die winterliche Umgebung tapsten. Ich war etwas grackelig auch den Beinen, weil ich durch war, … naja, bin ich immer noch. Die Minimatachgletscher und Eispfützen formten den plattgefahrenen Boden neu, wie eine mikrokosmische Eiszeit. Dieser Gedanke faszinierte mich und mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Amazing …

Als ich wieder plattgefahren Boden unter den Boots hatte, entdeckte ich Vogel – und Rehspuren, wie aufregend. Kaum ein paar Meter weiter, fiel mir der winzig-süße Pfotensatz auf. Alle Viere ordentlich angeordnet. Die Abdrücke hinterließ bestimmt ein putziges Eichhörnchen. Stuart war da anderer Meinung: er denkt, dass die von einem Kanninchen sind. Mh, … dem konnte ich nicht zustimmen. Wir werden sehen …, wenn wir je rausfinden.