Serotoninbob Schwammpillenkopf

Warum kann man auf Ecstasy alles mit so einer gewaltigen Gelassenheit betrachten? Ganz einfach! -> wegen dem Seritoninüberschuss. Diese chemische Verbindung ist äußert vielfältig. Es ist ein Hormon und ein Botenstoff. Es ist im zentralen Nervensystem, im Darmsystem, im Herz-Kreislaufsystem und im Blut. Also in unseren Körper. Aber nicht nur da ist es zu finden, auch Amöben und Pilze stellen Serotonin her. Zudem kann man es mit der Nahrung aufnehmen. Es kommt mitunter in Tomaten, Walnüssen, Kiwis, Pflaumen und Kakao vor.

Ohne Seritonin wären wir nur sowas wie Zombies, denn dieser Botenstoff erledigt wichtige Aufgaben in Sachen Wahrnehmung. Durch das Serotonin wird unsere Körpertemperatur richtig eingestellt und Schmerzreize werden dem Gehirn gemeldet. Zudem sprudelt es beim Koitushöhepunkt über, was positiv auf die Fruchbarkeit wirkt. Außerdem bestärkt es eine positive Stimmung. Der edle Serotoninritter sorgt für inneren Frieden und bringt Gelassenheit. Während Sero hoch auf seinem Ross Positives bringt, unterdrückt er zusätzlich das geschwächte Negative. Zustände wie Angst, Wut, Hunger, Kummer, … werden in Schacht gehalten. 

Heute Mittag kam Ritter Serotoninbob von Schwammpillenkopf und brachte eine gewaltige Ladung Serotonin mit. Zusätzlich hat er noch ’ne Menge Noradrenalintruppen und ein paar Dopaminflaks dabei. Mit seiner Unstützung kriegen all meine Rezeptoren ihre Botenstoffe. Das füllt mein ADHS-Leck, leider nur temporär. Aber im Moment koste ich die Anwesenheit des Neuroritters voll und ganz aus. Keine Uhren die ticken, keine Dämonen die mein Unicornort zerstören, keine Sorgen, einfach nur Hakuna Matata!

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10 Gedanken zu “Serotoninbob Schwammpillenkopf

  1. Hat dies auf meinedrogenpolitik rebloggt und kommentierte:
    Den September widmet die drogenpolitik der Fröhlichkeitspille MDMA oder Ecstacy. Mangels ausreichender eigener Erfahrung helfen freundlicherweise andere Autoren. Julietta produzierte diese interessante Skizze über die pharmakologische Wirkung von MDMA, geschrieben unter dem akuten Einfluß der Droge. Eigentlich mag ich keine Tripberichte und Drogenkunst, bevorzuge reflektierte Analysen mit zeitlichem Abstand zur Konsumerfahrung. Aber hier wird die Wirkung sehr stimmig und nachvollziehbar auf den Punkt gebracht.

    Gefällt 1 Person

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