Verzögerung 

Sid und ich freuen uns auf unsere neue Wohnung, doch wir müssen uns nun noch gedulden. Die jetzigen Mieter haben ihre neue Wohnung nicht bekommen, also warten wir jetzt, bis sie was haben. Ich hoffe, dass sich das nicht all zu lang hin zieht, denn ich will hier echt raus. Es wird immer beengender und in jeder Ecke hocken die Dämonen der Vergangenheit. Mit ihrer Anwesenheit erinnern Sie stets an die finsteren Zeiten. An manchen Tagen fühle ich mich so, als hätte ich eine üble Sozialphobie und wohne im Slum. Ich komm hier irgendwie nicht richtig raus. Als würde dieses Loch mich verschlingen. Nun ist es aller höchste Zeit. 

Da ich weiß, dass ich hier in absehbarer Zeit weg kann, komm ich damit klar und lasse mich nicht zu sehr von den Dämonen ärgern. Die Gewohnheitsgeister sind schwer zu bekämpfen und die Protokolltapete schwer zu übersehen, doch das endet bald. In den neuen Wänden können dann neue Geister einziehen und die Tapete wird neu gestaltet. Die Qualen lass ich hier und die Freuden kram‘ ich wieder raus. Ich würd die Tage zählen, bis zum Tapetenwechsel, doch die sind noch Ungewiss. Was für ein Jammer.

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