Von Ei bis zum Elefant

Nachmittags, auf dem Weg zur Schule fühlte ich mich wie ein Ei, das unterm Siedepunkt gegart wird. Schön pochiert. Der lütte Gegenwind vom Radfahren hat mich etwas abgekühlt. Als mir während der Fahrt die Sonne frontal strahlte und meine Haut wie Pelle von Hähnchenkeulen brutzelte, musste ich mich an  die Doku erinnern, die ich letztens im TV gesehen habe. Es ging um Tiere und ihre ausgesprochen sensiblen Sinne. Bei dieser, ich glaub Terra X Folge, wurde gezeigt, wie gewisse Tiere Naturkatastrophen frühzeitig spüren, um sich in Sicherheit zu bringen. This is the real sixth Sense und nicht diese global irrelevante Hollywoodproduktion. Filme sind ok, aber ich habe mehr Freude mit Dokumentationen. Filme begeistern mich meist nicht so sehr, abgesehen von denen, wo meine Lieblingsdarsteller rumhampeln. Dennoch gucke ich eher Dokus, Serien, Reportagen, … 

Zurück zur Tierdoku, naja … mehr oder weniger. Die Krokodile wurden in der Sendung leider nicht erwähnt. Dennoch weiß ich, dass aus sie einen Übersinnliche haben. Lange bevor der Wasserspiegel des Nils steigt, wissen diese Krustenmonster schon, wie hoch das Wasser steigen wird. Die Anwohner orientieren sich an den Krokodilnestern, um sich auf das Hochwasser vorzubereiten. ZDF, da ist dir was entgangen -.-

Weiter geht’s mit Dickhäutern und   wie sie mit ihren feinen Fußsohlen durch Sumatra streifen. Elefanten haben so schon außergewöhnliche Füße. Eigentlich laufen sie auf Zehenspitzen, als hätten sie Hackenschuhe an. Aber es geht nicht um Anatomie, sondern Sinne. Um besonders schwache Bewegungen zu spüren, verlagern die tonnenschweren Tiere ihr Gewicht hauptsächlich auf einen Vorderfuß. So bemerken sie Erschütterungen, die von geisterhaften Vorbeben kommen. Mutter Erde lebt und wächst, wie auch wir. Sobald sich eine tektonische Platte über die andere schieben will, bringen sich Elefanten in Sicherheit, um dem kommenden Erdbeben nicht zum Opfer zu fallen. Ähnlich machen es auch Hunde. Tage bevor Städte zerstört werden, wird Menschens bester Freund auffällig unruhig und rennt sogar von zu Hause weg. Umso stärker es wird, desto weiter fliehen sie. 

Einige Regionen der Erde werden von Waldbränden heimgesucht. In Australien gibt es Feuerkäfer, die die Brandflächen aufspüren können. Heißer Torfboden wird vom Wind einfach entfacht und der Mensch ist für das Feuer nur ein Furz. Für die Feuerkäfer sind die fast faunafreien Brandregionen eine Fortpflanzungs- und Brutstätte. Mit ihren winzigen Sensoren im Hinterteil, finden sie Naturbrände, die weiter entfernt sind, als ein Marathon. 

Ein Waldbrand ist schon gigantisch, aber ein Vulkanausbruch stellt die Flammen in den Schatten. Manche glauben an Götter und ich lausche unserer Mutter. Wenn die Erde Lava spuckt, ist sie wütend auf die parasitäre Menschheit. Ich kann schon verstehen, dass sie uns loswerden will. So beschissen wie wir sie behandeln, dafür dass sie uns das alles, diese ganze Schönheit schenkt. Auf Sizilien leben Ziegen, die genau wissen, wann das Tataros an die Oberfläche kommt. Sie verziehen sich an Plätze, wo hohe Büsche sind. Dort wo die Lava nicht entlang fließt. 

Zum Schluss noch Kleine Steine mit großem Sonnenschirm. Diese Organismen sind nicht nur schön, sondern bilden auch ihr eigenes Ökosystem: Korallen. Am bekanntesten ist wohl das Great Barrier Rief an der australischen Küste. Man kann es sogar vom Mond sehen. Dieses Ökosystem ist extrem sensibel. Geringe Temperaturveränderungen sind schon Stress für diese Lebewesen. Aber sobald es zu warm wird, sondern sie Schleim ab. Sieht aus, als würde Rotze im Wasser schwimmen, aber es ist ihr Schutzmantel. Zudem geben sie was gasförmiges ab, um ihre eigenen Wolken zu produzieren. So blockieren sie Sonnenstrahlen und sorgen für Schatten. Einfach amazing!

Es gibt auch Bauernregeln, die sich nach dem Tierverhalren richten: die Vögel fliegen tief, es wird bald regnen; oder richtig ausgedrückt: wenn die Schwalben im Flug das Wasser berühren, so ist der Regen zu spüren. Andere besagen, dass eine Amsel in Haus, Blitze fern hält. Dabei ist die Amsel einfach nur intelligent und weiß, wo sie sicher ist. In der Tierwelt ist jedes Lebewesen voll im Bilde. Alle wissen bestens Bescheid wie das Leben und Überleben läuft, welchen Platz man einnimmt, wovon man sich ernährt, wie als auch wann die Paarungszeit ist und was sonst noch alles dazu gehört. Jeder kennt die Regeln und jeder trägt seinen Teil zum idealen Gleichgewicht der Natur bei. Kein Jäger rottet je seine Beute aus und kein Bewohner vergiftet seinen eigenen Lebensraum. Kein Wesen würde sich so verhalten, weil alle im Einklang mit Mutter Natur und ihrem glühenden Herz sind. Aber ein schwarzes Schaaf gibt es in jeder Familie und in diesem Fall ist es der parasitäre Mensch. Menschen verfügen nicht über die Sinne, die uns spüren lassen wie es  Mutter Erde geht. Wir wissen nicht welchen Meeresströmungen wir folgen müssen, um lebensnotwendige Stationen zu erreichen. Wir stehen nicht im Einklang mit der Natur, weil sie verdrängt wird, sie wird zerstört und vergiftet, wodurch das gesamte Weltklima gestört wird. Klingt nicht schwerwiegend, aber es bringt den Tod. Leider leidet der Mensch viel zu wenig darunter. Die, die im Einklang mit der Natur sind und sie beleben, sind die unter denen die meisten Opfer zu beklagen sind. Vielleicht die Schuld der Announaki, die uns hier aussetzten und zurück ließen, denn wir gehören hier nicht her mit unserer Vernichtungswut auf unseren Lebensraum.

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