Hier unten am Tiefpunkt

Ich stecke in meinem Sumpf und komm einfach nicht raus. Den ganzen Tag lag ich im Bett und hab gekifft. Wenn ich was esse wird mir schlecht, aber ich stopf weiter rein. Es ist einfach so und so bin auch ich einfach ich und nicht mehr das ich, dass ich mal war. Zeiten ändern sich und Zeiten ändern dich. Veränderungen passieren einfach und so muss man einfach damit leben. Also wische ich mir mehrmals täglich die Ansammlung von Tränenwasser aus den Augen und frage mich was ich als nächstes tun soll. Letztendlich habe ich vom Bett aus gelangweilt durchs Programm gesetzt und abwesend in die Röhre gestarrt. Nicht mal meine Handygames motivieren mich was zu machen. Der Sumpf raubt mir jegliche Vitalität. Mein Sumpf, bestehend aus meinem Leid. Kein Leid, kein Sumpf.

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4 Gedanken zu “Hier unten am Tiefpunkt

  1. Hi Kleene.

    Du bist schoen, Du bist hammer-intelligent, du hast einen tollen Charakter, dessen Macken Du nur noch nicht so richtig verstehst, und jeder, der clever genug ist, das zu erkennen, wird jeden Moment mit Dir einfach geniessen.
    Vielleicht sind es genau Deine Macken, die Sid erkennen lassen, dass er das Auf- und Ab mit einer anderen ADHSlerin – Dich – lieber hat als – sorry – Alltag mit einer Normalo-Frau, die immer nur laaangweilige Spaghetti-Gedanken hat.
    Klar, isses Scheisse, jetzt allein zu Hause zu sitzen und nicht zu wissen, was weiter wird, aber hey:
    Noch ist er doch mit dir zusammen, oder? Er lebt noch, er ist da und kommt dann doch zu dir.
    Ja, zu spaet, aber jeder Gedanke, darueber, was passiert sein koennte, ist Phantasie!
    Tralala. Kopfkino. Machste selber.
    Nochmal, Er lebt noch, er will mit dir zusammen sein.
    Das ist alles, was wichtig ist. Jetzt, in diesem Moment ist alles ok.
    WENN er gar nicht mehr kommt, DANN ist was passiert.
    Alles, was jetzt passiert, ist dass Du vielleicht das erste Mal in diesem Masse Unsicherheit wahrnimmst.
    Beaengstigend, oder, wie intensiv deine Angst ist, ihn zu verlieren?
    Das ist aber nur Unsicherheit.
    Entscheide Dich.
    Wirst du der Kontrollfreak, wirst Du ihn zur Rede stellen und immer wieder versuchen, ihn mit Moral-Argumenten dazu zu bringen, Schuld zu fuehlen, Kontrolle ausueben?
    Bedenke, wie diese Spirale weiter gehen wuerde. Operande Konditionierung: Du = Schuld.
    Baeng, baeng, baeng.

    Er ist doch Dein Freund, weil er bei Dir sein *will*.
    Das wirst Du nie unter Kontrolle haben.
    Lebe damit, Unsicherheit zu ertragen. Kontrollierst Du ihn, schraenkst Du ihn vielleicht irgendwann sogar ein, irgendwohin zu gehen, waerst Du kein Stueck besser als ein Islamist, der seine verschleierte Frau nicht aus dem Haus laesst.
    Liebe bedeutet Mut. Loszulassen.
    Und ich weiss, dass Du mutig bist.
    Sei tapfer.

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