Wieder deprimiert

Ich bin jetzt den zweiten Tag deprimiert, weil die Beziehung kacke läuft. Es scheint kein Ende zu nehmen. Glücklich ist anders. Nachher muss ich nochmal los, Gras holen. Vielleicht schmeiße ich mir auch ein Teil. Heute wäre die letzte Möglichkeit bevor die Ferien vorbei sind. Am Freitag und am Wochenende muss ich wieder arbeiten und Montag geht die Schule wieder los. Ich sollte langsam mal kürzer treten mit der Chemie und mit dem Gras wohl auch. Ich frag mich dann nur, was ich sonst machen soll. Früher habe ich meine Zeit mit lesen, lernen, schreiben, Gitarre spielen oder sonst was verbracht und heute liege ich nur noch bekifft rum und widme meine ganze Aufmerksamkeit Polly. Das bereue ich nicht und es ist für mich auch keine verschwendete Zeit, aber auch keine erfüllte. Seitdem die Beziehung nicht mehr läuft, will gar nichts mehr laufen. Ich hab kein Bock mehr auf gar nichts. Meine schulischen Leistungen sind mir lange nicht mehr so wichtig wie damals und ansonsten ist mir auch ziemlich viel egal geworden. Ob ich mir ein Teil hole oder nicht, werde ich spontan entscheiden. Eins ist aber klar: ich hab kein Bock mehr auf diese Depressionen.

Regenwetter

Das Wetter ist mies, genau wie meine Laune. Es stürmt und regnet, genau wie in meiner Beziehung. Es ist schon wieder zu vieles schief gelaufen und jetzt sind wir im Streit, obwohl er nicht mal hier ist. Er ist arbeiten und ich wurde erst kurz nach 14 Uhr wach. Ich bin so genervt von der ganzen Streiterei und fühle mich so ausgelaugt deswegen. Die Beziehung fühlt sich ebenso ausgelaugt an. Es scheint, als sei sie brüchig und nicht mehr wichtig. Weder bei ihm, noch mir bei mir. Sid wirkt auch so genervt. Warum prallen wir in letzter Zeit nur so extrem oft aneinander? Die Liebe ist dennoch da, aber auch die wird immer mehr in den Hintergrund geschoben. Ein paar Sonnenstrahlen kämpfen sich gerade durch die graue Regendecke. Wie auch die Liebe in unserer Beziehung. Aber bei solch einem Aprilwetter ist nie gewiss, wie das Wetter wird.

Abturn-Ticker: Vom Speed zum Weed

Den ganzen Tag verweile ich hier. Gechillt liege ich im Bett, seppe durchs Fernsehprogramm und zocke auf dem Handy. Außerdem kiffe ich, seitdem ich mein Sternschnuppemstaub am Vormittag aufgebraucht habe. Zwischendurch war ich mit Polly unten. Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer oller. Der anfangs perfekte Ostermontag, endet mit Pfützen und grauen Regenwolken. Wo heut Morgen noch die Vögel zwitscherten, tropft jetzt der Regen in die Rinnen. Während sich das Speed aus meinem Körper verzieht, verbreitet sich das Weed zielorientiert. Mir geht’s soweit ganz gut, außer dass ich schlapp bin, dennoch entspannt. Durch den Sterbschnuppenstaub bin ich geistig völlig entspannt und hab eine unglaubliche und geordnete  Konzentration. Das ist wie Urlaub für meine Synapsen. Und durch das Weed werde ich völlig somatisch entspannt. Dann lockern sich all die Muskeln, die ich scheinbar ständig versteife. Besonders die im Nacken und mein Fußrücken. Frau Hegersdorf hat das damals als Selbstmedikation bezeichnet und so lässt es sich auch am besten auslegen. Innerlich muss ich dann immer kichern, wie ein Prinzesschen. So, letzte Nacht blieb ich wach, deswegen bin ich jetzt so schwach.