Mein Samstagabend

Gestern haben Sid und ich noch weiter gestritten bis ich zur Arbeit musste. Bevor wir beide los gingen, versöhnten wir uns schließlich. Ich war so genervt von dem ganzen rumgezeter, konnte mich aber auf Arbeit wieder fangen. Er traf sich gestern mit seinem damaligen besten Freund, der extra aus Berlin kam. Sie waren im Altdtadt Pub saufen und genauso roch es bis vorhin noch in meiner Bude. Er brachte Phil mit, obwohl ich ihm sagte, dass es mir nicht recht ist, wenn er mit noch einem Besoffenen irgendwann in der Nacht kommt, trotzdem brachte er ihn mit. Eigentlich sollte Phil in Sids WG-Zimmer schlafen, aber nein … 

Als die zwei Schnapsleichen dann torkelnd hier ankamen, lag ich im Bett, zockte auf mein iPhone, kiffte und ließ den Fernseher im Hintergrund laufen. Polly hat Phil die ganze Zeit nur angeknurrt, worüber ich mich mächtig amüsiert habe, denn sie drückte aus, was ich dachte. Etwas später belästigte er noch meine Meerschweinchen, was weder Polly noch mir gefallen hat. Sid hat das wohl mitgekriegt und ihn dann wieder auf sein Platz gesetzt. Als Polly wieder anfing zu Knurren, musste ich mir von so einem besoffenen Drücker anhören, dass ich mein Hund vermenschliche und das nicht gut sei. Wie auch immer. Polly ist meine Prinzessin und ihr geht es blendend. Solche Kommentare muss ich mir in meiner Butze nicht reinziehen. Ich quatsche ihn doch auch nicht voll, weil er Menschen auf der Straße Spenden andreht, um an Kontoverbindungen für seine Provision zu kommen. Ich hab das selbst durch und wenn ich könnte, würde ich diese Zeit aus meinem Leben löschen lassen.

Dann legten wir uns endlich hin und nachdem ich im TV durchseppte, machte er seine Handymusik an. Einfach so, ohne zu fragen und während Bob’s Burgers lief. Die Suppe war schon die ganze Zeit am kochen und das war der Moment wo sie fast übergekocht wäre. Sid schritt glücklicherweise gleich verbal ein und versuchte ihn freundlich zu vermitteln, dass er ausmachen oder Kopfhörer aufsetzen soll. Es hat gefühlte zehn Minuten gedauert, bis er das gecheckt und die Musik ausgemacht hat. Dann hielt er endlich mal die Klappe und es kehrte Ruhe ein. Endlich. 

So habe ich mir meinen Samstagabend nicht vorgestellt. Nach der Arbeit noch so viel Unruhe und Gestank. Jetzt ist er wieder weg und ich hoffe, dass ich dieser Stulle nicht nochmal übern weg laufen muss. Polly hat ihn heut früh nochmal ordentlich angeknurrt, um ihn zu sagen: lass dich hier nicht mehr blicken. Meine feine Polly. Ohne meine Jolle hätte ich ihn sicher rausgeschmissen, wegen seinem Hottentottenbenehmen. Was mein Freund hier für Typen anschleppt. Und da wundert er sich, warum ich kein Bock habe mit seine Freunde was zu unternehmen. Ich hab meinen sozialen Kreis und der ist gut so wie er ist.

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