Ferienkonsum

Am liebsten würde ich jetzt Sternschnuppenstaub schniefen, ich hab sogar noch was da, aber Sid schläft schon eine Weile und ich bin noch wach, weil ich mir zwei Teile hintergeschmissen habe. Ohne Sid zu stören habe ich meine Ausrüstung leise geborgen und ins Bad verschleppt. Hoffentlich endet nicht alles wie am Mittwoch. Es lief was schief, obwohl es mir so ganz gelegen kam. Ich sollte Mittwochmorgen hier vom Hauptbahnhof losfahren, um meinen Vater zu besuchen. Die Tickets waren schon organisiert und alles bezüglich meiner Reise abgeklärt. Am Montag schmissen Sören und ich, es sind schließlich Ferien und ich machte zu Dienstag mit Hilfe von Sternschnuppenstaub durch. Übern Tag war alles gut, erst am Abend wurde mir im Minutentakt übler. Ich habe natürlich nicht dran gedacht zwischen dem E-Trip und Sternschnuppenstaubexpress was zu essen. Dienstagabend wurde es dann mein Verhängnis, denn meine Magengegend streikte und schickte die Galle an die Front. Abends wurde es nur schlimmer und am nächsten Morgen schien alles wieder gut, zumindest während der ersten paar Schritte nach dem Aufstehen. Ich musste noch meine Tasche packen und habe kaum einen klaren Gedanken fassen können. Zudem kam diese äußerst unangenehme Übelkeit wieder. Es dauerte nicht lang, bis ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Ich hatte kaum Kraft, war völlig aufgelöst wegen der Situation und entschied mich dafür zu Hause zu bleiben. Einerseits passte es mir sowieso nicht jetzt zu fahren, wegen dem ganzen Stress mit den Ämtern und so wirklich Lust hatte ich auch nicht. Kein Wunder bei der ganzen dampfenden Kacke. Klar bin ich deswegen gefrustet, weil ich meine Leute da unten enttäuscht habe. Ich habe meinem Vater und meinen Freunden getextet, dass ich krank bin und somit auch nicht fähig eine Reise anzutreten. Meine Freunde fanden es sehr schade und mein Vater antwortete, dass bei ihm auch alle krank seien. Also alles irgendwie nur halb so wild. 

Gestern bin ich nach dem Mittag völlig breit zur Dienstkleideranprobe gegangen. Es war alles ganz locker und die Gewandmeisterin ist sehr sympathisch. Sie konnte mir erstmal nur zwei Blusen und ein Halstuch mitgeben. Hose, Rock, Weste und was weiß ich noch, muss sie bestellen, weil ich sehr klein und zierlich bin. Für die Bestellung hat sie Maß genommen … das war special. Sie tat das, weil mir eine XS an den Armen und Beinen zu kurz wäre und eine S könnte bei Anzugteilen schlabberig und doof aussehen. Aus meinen insgesamt 162 cm Körpergröße schreib sie, glaub ich sechs verschiedene Maße auf. Meine Beine haben eine Prachtlänge von 102 cm und das was bei den Models 90-60-90 sein soll, ist bei mir 80-60-84. Die Armlänge und Rückenmaße hab ich mir nicht gemerkt. 

Nach der Anprobe musste ich noch Tabak, Hundeleckerlies, Deo und Kleintierstreu holen. Als ich das hatte ging ich endlich wieder nach Hause, rauchte meinen Joint weiter und chillte mit Musik. Am Abend kamen dann die Teile dran: erst ein hellblauer Kürbiskopf  und später noch ein rosa Transformer. Sid legte sich zu mir und wir machten wieder mal Extremkuscheln. Und nun bin ich wieder unterwegs und hoffe, dass der Ausflug nicht genau wie der zum Anfang der Woche endet.

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