Vorstellung & Realität

Es gibt bestimmt viele Leute, die eine Traumvorstellung von ihrem Leben haben. Ich bin eine davon. In meiner Vorstellung sieht mein Leben für mich perfekt aus. Da habe ich eine schöne Altbauwohnung oder ein kleines Häuschen, wo ich mit Polly, einem weiteren Jackell und den Meerschweinchen lebe. Sören wohnt nur einen Katzensprung entfernt von mir. So ist es auch jetzt schon, aber meine Wohnung gefällt mir weniger. Sie hat einen unpraktischen Grundriss, die Decken sind echt hässlich, sie ist nicht gerade hell und hat schiefe Wände, was mich am meisten stört. Immerhin ist es eine Altbauwohnung mit einem fantastischen Küchenausblick auf die St. Johannis Kirche in der historischen Innenstadt. Und ich hätte einen Garten, wo ich Beete anlegen und einen Baum anpflanzen kann. Vielleicht auch mit einem kleinen Gewächshaus.

Beruflich bin ich Uniprofessorin in Geschichte oder Psychologin in einer Nervenklinik. Eine eigene Praxis wäre auch eine Alternative. Momentan bin ich Schülerin an der Abendschule, um mein Abitur im Zweiten Bildungsweg nachzuholen. Zudem fange ich Ende Februar im Theater an. Ich habe mich für den Einlass beworben, um mir etwas Geld dazu zu verdienen. Es ist ein kleiner Nebenjob, aber nebenberuflich wäre ich gerne Autorin, mit Erfolg, aber nicht allzu bekannt wie J. K. Rowling oder so. Bislang habe ich schon drei Romane, ein Märchen, einige Gedichte und Sonetten, als auch Kurzgeschichten geschrieben, aber  nicht veröffentlicht, weil das Leben als Autorin heutzutage nicht einfach ist. Vor zwei Jahren habe ich auch beim lokalen Märchenwettbewerb teilgenommen, aber nichts gewonnen. Der findet jährlich statt und ich wollte wieder teilnehmen, als es jedoch soweit war, habe ich es einfach ignoriert, weil ich zu demotiviert war.

Mein sozialer Kreis wäre nicht viel anders als jetzt auch. Zumindest was den Kern betrifft. Ich wäre Single, Sören würde mit mir durchgeknallte Videos drehen, so wie Troy und Abed in Community und Stuart wäre unser Techniktyp. Zudem hätte ich eine jüngere Freundin, die mich als Vorbild sieht und zu mir kommt, um sich Ratschläge einzuholen. So wie Frau Hannemann und ich. Um Frau Hannemann würde ich mich kümmern und ihr bei alltäglichen Dingen zur Hand gehen, weil ihre Söhne nicht hier wohnen, sondern im nördlichen und westlichen Teil von Deutschland. 

Sogesehen ist das meine Vorstellung für die Zukunft und ich hoffe, dass mein Leben eines Tages so aussieht. Ich weiß wer ich sein will und vielleicht sollte ich darauf mehr acht geben, um meine wiederkehrenden Krisen bezüglich meiner Identität zu vermeiden.

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