Papers

Sid und ich wir könnten uns nach dem Aus wieder zusammen raffen. Er wohnt jetzt hauptsächlich in seinem WG Zimmer und schläft am Wochenende und vereinzelt in der Woche hier. Es läuft jetzt besser als vorher. Von gestern zu heute hat er auch hier geschlafen und es war ein gewöhnlicher Morgen. Sid machte sich trödelig fertig und ich zog mich an, um mit Polly runter zu gehen. Als ich gerade aus dem Bett kroch, verkündete Sid das Wetter: Schnee fällt. Schnee gehört nicht gerade zu meinen Vorlieben. Polly findet ihn allerdings gut, was den schlecht befleckten Ruf des Schnees aufbessert. Heute war ich nicht mit Polly auf der gewohnten Wiese, denn wir haben gestern die Papers aufgebracht, also ging ich mit neue holen. Hauptsächlich gehe ich zu dem Tabakladen in Richtung Innenstadt. Heute entschied ich mich jedoch dafür zu dem anderen in der Altstadt zu gehen, um Polly auch frei laufen lassen zu können. Ich mag es nicht, wenn sie nur über Stein und Beton läuft und das wäre der Fall, wäre ich zum Stammtabakladen gegangen.  Als ich mit Polly loslief, schnappte sie nach den kleinen Flöckchen und rutschte ein paar Male auf dem gepflasterten Gehweg aus. Ein paar Schritte vor dem Ziel konnte ich schon sehen, dass die Jalousinen noch unten waren. Mir wurde bewusst, dass es gerade einmal halb zehn war, als ich los ging und es auch noch Samstag ist. Aber es waren nicht die Öffnungszeiten, an denen es scheiterte, sondern Betriebsurlaub. Ich war angepisst, weil ich dann weiter bis zu meiner alten Schule laufen musste. Auf den geschätzten 150 Metern dahin stieg mein Stresslevel weiter, denn plötzlich kamen kleine Windböen von vorn, wodurch mir die kaltnassen fucking Flocken in die Fresse flogen und meine Kaputze jedes Mal runter geweht wurde. Als ich dann endlich angekommen bin, kaufte ich meine Papers und wurde vom Blick der Brillenschlange die da arbeitet umgarnt. Natürlich wurde mir auch ein außerordentlich schönes Wochenende gewünscht, als ich wieder ging. Er lockerte mit seiner Freundlichkeit meine Spannungen und der Wind war auch wieder verschwunden. Polly könnte auf dem Heimweg durch den Humboldthain flitzen, denn um diese Zeit sind nicht viele Hunde unterwegs. Sie hat mords Spaß als kleiner Schneeflitzer und ihre Freude nährte meine Freude. Also kam ich gut gelaunt wieder nach Hause. Sid war schon in Studio, als ich ankam. Ich freute mich darauf mir eine Jolle bauen zu können, aber als ich die Papers aus der Jackentasche holen wollte, waren sie nicht mehr da. Nachdem ich enorm schnell miese Laune bekam, trat ich gegen den Flurtür und zog mich bockig zurück. Das kotzt mich so an! 

Jetzt habe ich Sören einen Sprachnachricht geschickt. Er ist auch schon wach und ich kann mir ein paar seiner Kirschpapers abholen kommen, sobald er empfangsfähig ist. Trotzdem kotzt es mich an, so muss ich heute ein zweites Mal Papers kaufen, bloß diesmal nehme ich eine Tasche mit, dass sie mir nicht wieder aus der Tasche fallen können. Solange ich nicht kiffe ist mein Gemütszustand labil. Mit THC kann ich mich mehr wie ein normaler Mensch fühlen ohne die Stände Reizüberflutung durch das ADHS.

Advertisements

Schreib dein Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s