Mit Gras, ohne Gras

In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich erst kurz nach sieben Uhr in der Früh eingeschlafen. Gestern war dafür umso anstrengender. Zum glück bin ich zwischen vier und fünf Uhr noch mit Polly raus gegangen. Ich dachte frische Luft würde helfen, aber da habe ich wohl falsch gedacht. Um 12:30 Uhr bin ich wieder wach geworden und war depressiv. Ich hatte keine Lust irgendwas zu machen, weder meine Klamotten wegzuräumen, noch was zu essen. Später traf ich mich mit Stuart zum Einkaufen und war nur damit beschäftigt ihn vollzumeckern. Er nahm es einfach hin und ließ es über sich ergehen, denn er kennt mich ja mittlerweile und wusste auch über meine Nacht bescheid. Außerdem hat er selbst ADS und sieht das daher weniger eng.

Bevor Stuart mich abholte, entschied ich mich dafür am Abend zu kiffen, also traf ich mich kurz mit meinem Dealer. Ich war echt erleichter, schon als ich nur den angenehmen Duft roch. Meine bockige Stimmung verwandelte sich schnurstracks in Leichtigkeit. Außerdem fühlte ich mich befreit von Sorgen. Den Sorgen, die ich wegen meiner Gesundheit habe. Ohne Gras ist das Leben weit anstrengender für mich. Jedoch habe ich mich dafür entschieden diszipliniert zu konsumieren. Auch wenn sich „Kiffen für die Gesundheit“  nicht gerade diszipliniert anhört. Vorgenommen habe ich mir, dass ich nur jeden zweiten Abend einen, maximal zwei Joints am Abend rauche. Nicht vor der Schule, nicht nach dem Aufstehen, lediglich abends nachdem ich das letzte Mal mit Polly unten war. Mit Gras kann ich problemlos einschlafen, mein Gemütszustand ist stabil und ausgeglichen und mein Essverhalten floriert. Ich freue mich regelrecht darauf mir leckeres Essen zu kochen. Gestern habe ich die gesammelten Pilze verarbeitet und rausgekommen sind Schweinemedaillons mit Spätzle in Pilzrahmsauce. Es war köstlich und ich habe eine große Portion gegessen. Später habe ich auch noch eine Menge genascht. Schogetten, Vanille-Zimt Waffeln, pikante Mini Salamies und Erdnüsse im Teigmantel habe ich mir beim Kiffen reingezogen, Heute hat die Waage auch gleich ein knappe halbes Kilo mehr angezeigt.

Meist  bin ich genervt, wenn ich morgens wach werde. Ich bin ein richtiger Morgenmuffel, komme nicht so recht in Schwung und aus dem Bett zu kommen ist auch jedes Mal ein anstrengender Akt. Es nervt mich schon, wenn ich erst zur Mittagszeit wach werde, weil ich den halben Tag verschlafen habe. Was kein Wunder ist, wenn man erst in den Morgenstunden einschläft. Nicht so, wenn ich am Vorabend eine Jolle in Brand setze. Dann schlafe ich gegen Mitternacht ein und werde gegen neun Uhr wach. Auch mit dem Aufstehen und Wachwerden habe ich dann keine Schwierigkeiten. Außerdem habe ich direkt das Verlangen nach Frühstück und nicht danach eine Zigarette rauchen zu wollen. Wenn ich nämlich erst rauche, habe ich kein Appetit mehr und esse erst Stunden nachdem aufgestanden bin. Ich fühle mich psychisch und physisch besser, wenn ich abends kiffe und das macht mir das Leben um einiges leichter.

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2 Gedanken zu “Mit Gras, ohne Gras

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