Der frühe Vogel kann mich mal!

Polly hatte heute einen wunderbaren Vormittag. Zuerst traf sie ihre Freundin Lucie, ein Rauhaardackel und anschließend Ranger die Französische Bulldogge. Lucie und Ranger sind Pollys gute Freunde. Während mein Hund also einen tollen Vormittag erlebt hat, brannte mir der Helm!

Abgesehen davon, dass ich um sieben Uhr aufstehen musste, entwickelte sich der frühe Morgen in eine Art Tataros. Bevor ich die Wohnung mit Polly verlassen habe, entfachte ein Inferno. Mein Freund hat sich aufgeführt wie ein Irrer, schrie umher und verprügelte die Matratze. Ich wollte einfach nur los, hab rumgezickt und blöde Kommentare abgegeben. Als ich dann zum Parkplatz gegangen bin, fiel mir auf, dass ich mein iPhone vergessen habe. Eigentlich ist das weniger schlimm, doch heute hätte ich es gebrauchen können. 

Am Parkplatz angekommen, kam auch gleich Stuart angefahren. Da wir beide wissen wo ungefähr der Arzt ist, aber den genauen Standort nicht kennen, parkte er am Einkaufszentrum. Jetzt müssten wir herausfinden, wo der Psychiater ist. Mein iPhone war nicht da und somit auch die Haus- und Telefonnummer des Arztes nicht. Bei der Hausnummer war ich mir nicht mehr sicher. Ich erinnerte mich nur daran, dass eine zwei dabei ist. Gemeinsam mit den Hunden liege. Wir die Straße runter, um die Praxis zu suchen. Als wir die zweite Bushaltestelle erreichten, baten wir eine reizende Omi um Auskunft. Mit schwachen polnischen Akzent erklärte sie, wir müsste den Eingang neben der Apotheke im Einkaufszenter nehmen und dann mit dem Fahrstuhl hoch fahren. Stuart und ich liefen also zurück und fanden den Arzt. Hätte ich mein iPhone nicht vergessen, hätte ich Google nach der Hausnummer gefragt und mein integriertes Navi nach dem Weg. Die Suche kostete zwanzig Minuten, wodurch ich zwölf Minuten zu spät kam. Nicht gerade der beste erste Auftritt beim Psychiater. Mein metamorphorisches Willkommensgeschenk fiel dementsprechend aus. Bei meiner Ankunft war bereits eine weitere Patientin da. Bis der erste vom Arzt ausgerufen wurde, kamen noch zwei weitere Patienten dazu. Natürlich musste ich warten bis die Dame vor mir und die zwei Herrschaften nach mir dran waren. 

Im Sprechzimmer von Herr Doktor Borke ereignete sich entsprechend dem bisherigen Tagesverlauf nichts Gutes, denn nun war ich im Herzen des Tataros. Zwei-Drittel der Sprechzeit wurde mit Diskussionen gefüllt und während dem restlichen Drittel besprachen wir das Eigentliche. Letztlich machten wir noch neue Termin fest, um einen Drogentest zu machen. Wenn ich dann clean bin, kriege ich auch Ritalin.

Nach dem Arzttermin haben wir den nächsten Punkt auf der Liste in Angriff genommen: Jobcenter. Ja genau, schlimmer geht immer! Die meisten Besuche beim Jobcenter enden mit einer Flunsch im Gesicht. Die große Überraschung des Tages war dann, dass ich mit einem Lächeln aus dem Gebäude gegangen bin. Kaum zu glauben, dass dieser Punkt ein Happy End hatte. 

Als ich wieder nach Hause kam, baute ich mir ein Joint, schmiss die Playsi an und habe GTA Online gezockt.

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