Da steht mein Glück

Sollte ich nicht eingentlich glücklich sein? Ich meine, angesichts der Tatsachen spricht alles dafür: Polly ist ein hinreißender Jackell, Sid ist mein absoluter Traumprinz und Sören mein Seelenverwandter, wie ein Zwilling. Außerdem fängt in drei Tagen die Schule endlich wieder an. Das ist die pure Wonne, denn hier steht ein überquellender Topf voll Gold inmitten eines Kleefelds am Ende des Regenbogens … und ich hab ihn gefunden. Warum nur, kann ich es denn nicht so genießen, wie es dort vor mir steht?

Wenn ich drauf zu laufe, dann fängt mich schon nach wenigen Schritten dorniges Gestrüpp ab. Klar versuche ich ruhig zu bleiben, aber sobald der Jähzorn anfängt zu brodeln, werde ich fuchtig bis ich mich verheddere. Beim Versuch mich zu befreien und runterzukommen, verzweifle ich an mir selbst und verfange mich völlig Gestrüpp. Meist breche ich dann in Tränen aus, bis schlagartig ein Tobsuchtsanfall ausbricht und ich ungezügelt fies werde.

Wenn die Panikattacke vorüber ist und meine Atmung sich wieder reguliert hat, drehe ich mir eine Flinte. Nach der Zündung, schieße ich das THC wie Schrot in mein Nervensystem. Mit dem ersten Zug, spüre ich wie rasant mein Herz pocht und wie auf Knopfdruck durchatmet. Der Blutdruck sinkt und  in meinem dröhnenden Kopf wird der Hirnbrand von einem Wolkenbruch gelöscht. Mit dem zweiten Zug, zieht auch die Entspannung ein.

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